Annika und André Pradel regieren

Rödermark hat sein neues Prinzenpaar

+
Die Überraschung ist Annika und André Pradel gelungen. Das neue Prinzenpaar hatte selbst vor seiner Familie bis zur Kampagneneröffnung dicht gehalten.

Mit diesem Satz allein schon löste Sascha Reisert, seines Zeichens Sitzungspräsident in den Fastnachtskampagnen der TG Ober-Roden, bei den teilweise verkleideten Narren vor dem Rathaus lauten Jubel aus.

Rödermark – „Steht ihr fünf Tage später erst bereit, so weiß doch ein Jeder: Was gut ist, braucht Zeit!“ Und das neue Prinzenpaar? „Geschnitzt aus Narrenholz, noch jung an Jahren“ – die Spannung bei den Zuhörern vor dem Rathausfenster stieg, denn auch in diesem Jahr hatte die Geheimniskrämerei gesiegt. Und so hatten es zwar manche erwartet, aber niemand gewusst: Die Familientradition im Hause Pradel setzt sich in vierter Generation fort. In der aktuellen Kampagne werden die Rödermärker Narren von Annika und André Pradel regiert! Stolz schauten auch die Eltern – einst ebenso in dieser Rolle – auf ihre Kinder.

Der 30-jährige neue Prinz – Banker von Beruf – und seine Prinzessin, die am heutigen Montag 28 Jahre jung wird und in einer Grundschule lehrt, hatten schon mit ihren Antrittsworten und ihrem ersten „Oweroure helau!“ alle Herzen für sich gewonnen. Allen voran strahlte TG-Präsident Karlheinz Weber, der sich alle Jahre auf die Suche nach einem passenden Prinzenpaar macht.

Ein wenig wehmütig schauten dagegen vom Rathausfenster herab jene Regenten, die derzeit noch in Amt und Würden sind, aber keine rechte Macht mehr haben: Antje I. und Michael II. aus dem Hause Frank. Sie haben ebenso wie das Kinderprinzenpaar Dascha Lidtke und Max Weber ihre Regentschaft sichtlich genossen und sind auch bis zum Wechsel der Insignien noch das Prinzenpaar, doch das endet schneller als man denkt. Und schließlich geht’s ja auch dann vergnügt weiter: Die Nachfolger stehen ja schon in den Startlöchern.

Viele scharrten wohl schon länger mit den Hufen, wann die neue Fastnachtskampagne denn endlich losgeht – allen voran der TG-Chef Karlheinz Weber (vorne, links), der mit seinem Überraschungs-Prinzenpaar sehr glücklich ist. Fotos: ziesecke

„Habbe mer aans?“ – hatten sich viele Rödermärker wohl gefragt, ob’s denn ein Prinzenpaar gebe. Und die Antwort des Sitzungspräsidenten war nun klar: „Mer habbe net aans, mer habbe des Beste!“ Zumal über der neuen Kampagne sicherlich das derzeit strahlendste Lächeln von ganz Rödermark schwebt – und das gleich zweimal, denn sowohl Annika wie André Pradel wissen die Menschen mit ihrer Ausstrahlung in den Bann zu ziehen.

So wird den Untergebenen die Zeit bis zum Aschermittwoch sicher ganz leicht fallen, bei solchen Regenten unterwirft man sich doch gerne den närrischen Geboten, die beim Fahnehissen vor dem bis dahin neuen Regierungssitz des Prinzenpaares sicher verkündet werden.

Bis dahin gilt es, sich schon mal Karten für die ersten Veranstaltungen in der neuen Kampagne zu sichern – so etwa die erste Sitzung in der TG-Narhalla, in der am Samstag, 25. Januar 2020, beide Prinzenpaare – groß und klein – vom Bürgermeister ihre Insignien überreicht bekommen.

Nach der Proklamation der „Neuen“ bewegte sich ein kleiner Festzug zwischen staunenden Samstags-Einkäufern hindurch mitten durch den Ort hin zur Narhalla, der TG-Halle in der Mainzer Straße. Dort warteten in der geschmückten „gut‘ Stubb‘“ des Vereins ein kleiner Imbiss und später Kaffee und Kuchen und natürlich viel Musik. Und dort konnte dann auch der Letzte der närrisch aufgelegten Gäste noch gratulieren und nachfragen, wann, wie und warum sich die neuen Regenten zu ihrer sicher auch strapaziösen, aber allemal vergnüglichen Regentschaft entschieden haben.  

chz

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare