Kuscheliges Wollknäuel

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Ein Herz und eine Seele: Leonhard (fünf Jahre) und Susi (fünf Tage), beide zur Familie von Rodgau-Schäfer Markus Metzger gehörig.

Ober-Roden - Schäfchen Susi und seine Herde weiden hinter der Kläranlage im Feld von Ober-Roden.

Neugierige Kinder und naturkundlich interessierte Eltern können sich freuen: Seit gestern stehen die jungen Schafe von Markus Metzger wieder auf der Weide hinter der Kläranlage Ober-Roden. Am vergangenen Samstag hatte Metzger die Zäune für die erste der Frühlingsweiden hoch gezogen. Und wenn dort abgegrast ist, geht’s weiter auf die Heide nach Waldacker. „Die jungen Tiere sind da, seit dem 28. Februar sind immer mehr Lämmer auf die Welt gekommen; jetzt können sie ins Freie“, freut sich der Rodgauer Schäfer, der regelmäßig mit Schulen und Kindergärten und mit der Volkshochschule zusammenarbeitet. Er ist auch Partner der unteren Naturschutzbehörde. Für die befreit seine Herde ökologisch wertvolle Flächen von Gräsern, die nicht dorthin passen.

Eine große Überraschung hatte es aber ebenfalls schon am Samstag gegeben. Denn da staunten die Mitglieder der Kolpingsfamilie Ober-Roden nicht schlecht, als sie beim Rödermärker Gemarkungsputz hinter der Kläranlage über ein winzig kleines schwarzgraues Wollknäuel stolperten: Markus Metzgers Sohn Leonhard (5) wurde auf Schritt und Tritt von Susi verfolgt, einem erst fünf Tage jungen putzmunteren Lämmchen, das gerade in der Familie Metzger groß gezogen wird.

„Als es auf die Welt kam, war es so zierlich, dass sein etwa dreimal so kräftiges Geschwisterchen ihm alle Milch bei der Mutter wegnahm“, erzählt der Schäfer. Nach einem Tag merkte er, dass das Kleine immer schwächer wurde, und nahm es ins Haus. Nun schläft es in einem Käfig in der Wohnung, auf dem auch Leonhard untertags liegt, und wird von Hand gefüttert. Und Leonhard stellt es jedem Fremden so vor: „Das ist Susi, meine Schwester!“ 

chz

Quelle: op-online.de

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