Schriftliche Abiprüfungen absolviert - Nun das große Warten

Die erste Zitterpartie ist geschafft

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Wohl dem, der so einen Schutzengel hat. Da kann doch kaum noch was schief gehen. Dutzende von Plakaten machten den Prüflingen Mut.

Ober-Roden - 135 Abiturienten der Nell-Breuning-Schule (NBS) haben es beinahe hinter sich gebracht. Die schriftlichen Abiturprüfungen sind geschafft, in einigen Wochen stehen die mündlichen an. Von Jennifer Gregor 

Erleichterung macht sich unter den „Dreizehnern“ breit, doch wie geht es jetzt weiter? Ging der Trend vor einigen Jahren noch weitgehend Richtung klassisches Studium, hat sich heute so manches verändert. „Viele Schüler bewerben sich jetzt um einen dualen Studienplatz“, berichtet Christine Döbert, Jahrgangsleiterin der Klassen 11 bis 13. Das duale Studium bietet beides: studieren und Praxis, immer im dreimonatigen Wechsel zwischen Berufsakademie - zum Beispiel in Urberach - und Betrieb. Nach drei Jahren winkt der Bachelor als Abschluss. Aber auch kaufmännische Ausbildungsberufe sind wieder gefragt, sagt Christine Döbert. Angespannt sind auch Schüler, die sich an der Universität oder Fachhochschule bewerben. „Erst nach der Zeugnisübergabe kann sich meine Tochter für ein Studium bewerben. Da ist sie schon aufgeregt, vor allem weil sie einen Numerus Clausus braucht“, erzählt Karen Kessler, eine besorgte Mutter. Wie unzählige Eltern hat sie in den vergangenen Wochen mitgezittert und mitgelitten.

Schüler können Korken knallen lassen

Lockerer in die schriftlichen Prüfungen gingen dagegen zahlreiche Schüler, die sich bereits bei der Bundeswehr beworben haben. Heer, Marine oder Luftwaffe sind offenbar attraktive Arbeitgeber. Die Offizierslaufbahn ermöglicht ein Studium an einer der Bundeswehr-Universitäten in Hamburg oder München. Verpflichten muss man sich für 13 Jahre. „Wir als Europaschule beobachten natürlich auch, dass viele ins Ausland wollen. Das geschieht aber meist schon in der elften Klasse. Nach dem Abitur ist nach wie vor „Work and Travel“ sehr beliebt. Für etwa drei bis vier Monate gehen viele Abiturienten auf Reisen, bevor der Start ins Berufsleben oder Studium beginnt“, schildert Döbert einen weiteren Trend.

Trotz mancher ungelöster Zukunftsfragen können die künftigen Ex-Schüler jetzt erstmal die Korken knallen lassen. Das Abitur ist für jeden ein Meilenstein, der jetzt - zumindest im schriftlichen Teil - geschafft ist. Seit Anfang März hängen Transparente und Plakate als Glücksbringer im und außerhalb des Oberstufen-Gebäudes. Viele Eltern und Freunde machen sich die Mühe, ihren Liebsten kreativ die Daumen zu drücken. „Diese Tradition gibt es noch nicht so lange, doch ich finde es sehr schön. Viele Eltern rufen sogar in der Schule an und fragen ab wann sie die Plakate aufhängen dürfen“, erzählt Christine Döbert.

Kreative Abi-Plakate aus der Region

Kreative Abi-Plakate 2014 aus der Region

Auch andere Traditionen bleiben: Mathe ist noch immer das Angstfach schlechthin. Viele Schüler überlegen lange, ob die schriftliche oder mündliche Prüfung das kleinere Übel ist. „Pro Leistungskurs hatten wir im Schnitt 40 Prüflinge“, berichtet Christine Döbert. Gespannt oder weniger gespannt fiebern die Abiturienten jetzt dem 16. Mai entgegen. Dann bekommen sie die Noten ihrer schriftlichen Prüfungen, bevor es dann ins mündliche Abi geht.

Quelle: op-online.de

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