Chlorverbindungen sollen verschwinden

Bosch saniert Boden unterm TN-Gelände

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Urberach - Die Bodensanierung des T&N-Geländes geht in die Schlussphase. Der Bosch-Konzern, der das Werk 1996 geschlossen hatte, beseitigt ab November Schadstoffe unter der Lkw-Zufahrt des Märktezentrums.

Giftige Chlorverbindungen, Reste von Lösungsmitteln zum Entfetten von Metall, lagern noch immer unterm Asphalt des 1996 aufgegebenen Telenorma-Werks, das seit den achtziger Jahren zum Bosch-Konzern gehörte. Das Unternehmen spricht von einer „massiven Belastung, die das Grundwasser über Jahrzehnte verunreinigen wird“. Diese Schadstoffe sollen innerhalb von 14 Monaten beseitigt werden.

Stefan Eschbach, Altlastenspezialist bei Bosch, erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, was genau passiert. Ab 10. November werden die Lkw-Umfahrung des Märktezentrums und ein Stück OBI-Parkplatz zur Baustelle. Drei Tage später beginnen so genannte Großlochbohrungen: Ein Bagger mit spezieller Bohrspitze holt das am stärksten mit chlorierten Kohlenwasserstoffen verschmutzte Erdreich nach oben. Dort wird es in gasdichten Containern zwischen gelagert und zur Entsorgung gebracht. Rund eine Woche plant Bosch für diesen Teil der Arbeiten.

Ortstermin:

Am Freitag, 24. Oktober, informiert Bosch die Nachbarn des ehemaligen Telenorma-Geländes über die Bodensanierung und mögliche Belästigungen durch die Bohrarbeiten. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr in der Pizzeria „La Leonessa“, Bahnhofstraße 60 in Urberach.

Den weniger belasteten Stellen rückt Bosch mit Lanzen zuleibe. Durch diese Lanzen wird eine Chemikalie in den Boden gepumpt, die die Chlorverbindungen in unschädliche Stoffe aufspaltet. Diese Prozedur wiederholt sich bis November 2015 vier Mal. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat Bosch im Jahr 2001 zur Sanierung des T&N-Werks verpflichtet. Seither hat das Unternehmen etliche Tonnen Erde voller Schwermetalle und 1 400 Kilo Lösungsmittel aus dem Boden geholt. Aus dem Grundwasser wurden mehrere hundert Kilogramm Lösungsmittel herausgefiltert. In 13 Jahren hat Bosch mehr als fünf Millionen Euro für die Bodensanierung ausgegeben.

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Quelle: op-online.de

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