Neue Ideen für Gewerbeschau

Ober-Roden (chz) - „RöderMARKT, die Gewerbeausstellung – Technik, Energie, Lifestyle, Mobilität“ – das war das Spannendste, was die Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins Rödermark (GVR) den Mitgliedern zu bieten hatte. Die UHIGA erfindet sich also neu.

2011 ausgefallen, wird sie in Zukunft im Wechsel mit der Messe „Fitness und Business“ stattfinden, das erste Mal voraussichtlich am 15. /16. Juni oder am 29. /30. Juni 2013.

Das Kreativteam des Gewerbevereins hatte drei Namen zur Auswahl gestellt, von denen „RöderMARKT“ die Zustimmung aller anwesenden Mitglieder fand. Die Planung steht bis hin zu den Quadratmeterzahlen bereits weitgehend. Nachdem die Halle Urberach ohnehin nicht sicher eingeplant werden kann, wird nun die Straße zwischen Urberach und Ober-Roden zur Messemeile, die über den Oberwiesenweg gut beliefert werden kann, ohne den Besucherstrom zu stören.

Imageshow des Wirtschaftsstandorts

Im Gegensatz zur Online-Werbung wird eine 710 Meter lange öffentliche Präsentation zum Anfassen entstehen, insgesamt 580 Quadratmeter Imageshow des Wirtschaftsstandorts mit Zelten, die regelmäßig von Essens- und Getränkeständen aufgelockert werden. Falls es kein zentrales Festzelt der Stadt geben wird, sorgt der Gewerbeverein in eigener Regie für ein Zentrum neben den rund 40 bis 55 Ausstellungszelten.

Auch der regelmäßige Newsletter und der gemeinsam mit der Stadt geplante interaktive Stadtplan oder das Frühwarnsystem „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“, das der GVR anbietet, standen im Zentrum der Präsentation, mit der Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Rädlein bei der Jahreshauptversammlung informierte. Nach der Vorstellung aller Aktivitäten zog Rädlein „eine positive Bilanz für das Jahr 2011“. Die derzeit rund 190 Mitglieder fänden im GVR eine starke Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung. So sind etwa nach Meinung des Gewerbevereins die rund 10.000 Euro Haushaltseinsparungen der Stadt rund um die innerstädtische Weihnachtsbeleuchtung, die der Gewerbeverein auf eigene Kosten angeschafft hatte, kurzsichtig gedacht. „Die Weihnachtslichter in Rödermark könnten ausgehen“ – diese Sorge von Manfred Rädlein unterstützten einige Mitglieder mit dem Vorschlag, bewusst ein Jahr auf die Beleuchtung zu verzichten, um zu demonstrieren, wie finster es dann im Advent in Rödermarks Ortskernen aussieht.

„Ein einziger Gewerbeverein für alle“

Leider immer noch offen standen auch bei dieser Jahreshauptversammlung die alten Animositäten zwischen den Ober-Röder und den Urberacher Einzelhändlern im Raum. Detlef Beier hat inzwischen den Vorsitz des Urberacher Werberings niedergelegt. Derzeit beteiligen sich an verkaufsoffenen Markttagen rund 25 Ober-Röder Einzelhändler und nur etwa drei in Urberach. „Die einzige Lösung: ein einziger Gewerbeverein für alle“, schlug der Urberacher Hans Gensert vor. „Schließlich wollen wir doch alle Rödermark weiterbringen!“ Dazu gilt es nun einen Vorschlag auszuarbeiten, der mit allen Geschäftsleuten diskutiert wird.

Langjährige Urberacher Geschäftsleute zweifeln am Gelingen von Absprachen, doch gerade neue Mitglieder betonten, dass sie unabhängig von Ortsteilgeplänkeln einfach handfeste Unterstützung bekommen möchten, und das als Rödermärker. „Ich lade die Urberacher Geschäftsleute ein, im GV-Vorstand mitzuarbeiten. Sie werden unsere volle Unterstützung kriegen“, betonte GVR-Vorsitzender Rädlein.

Quelle: op-online.de

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