Rohbau steht im Blitztempo

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Düstere Wolken hingen nur beim Richtspruch von Bauleiter Marcus Feld (rechts) und Hausherr Bernd Albrecht über dem Neubau der Berufsakademie. Für die Zukunft erwarteten alle Redner des Festes hingegen eitel Sonnenschein.

Urberach (lö) - Nur dreieinhalb Monate nach der Grundsteinlegung feierte die Berufsakademie (BA) Rhein-Main Richtfest. 

Und schon am 23. Dezember will der Generalunternehmer, die Firma Goldbeck Ost, den 2,8 Millionen Euro teuren Neubau östlich des Märktezentrums dem Hausherrn übergeben. „In unserer gewohnten Qualität und innerhalb Ihres Kostenrahmens“, versprach Niederlassungsleiter Frank Wunderlich. „Damit endet eine kurze Übergangszeit von acht Jahren“, merkte BA-Geschäftsführer Bernd Albrecht ironisch an.

Langes Provisorium

Das lange Provisorium war nicht unbedingt gewollt, wurde aber geduldet - da waren sich Albrecht und Erster Stadtrat Alexander Sturm, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, einig. Seit der Gründung, so Sturm, habe das „Vorsichts-Prinzip“ gegolten. Selbst renommierte Unternehmen mussten in Kauf nehmen, dass ihr Führungsnachwuchs in den ehemaligen Ausbildungspavillons von Telenorma und nicht in einem Renommierbau studierte. Anfangs teilte sich die BA die Räume in der Ober-Rodener Straße sogar noch mit der städtischen Wirtschaftsförderung.

Sturm skizzierte beim Richtfest die Vorgeschichte. Im Juli 2002 diskutierte die Stadtverordnetenversammlung erstmals über das ambitionierte Projekt einer Hochschule in Rödermark. Die BA sollte entweder zusammen mit dem Kreis, notfalls aber auch alleine etabliert werden. Gut ein Jahr später begann der Lehrbetrieb mit 17 Studenten in den Fächern Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik.

Die Stadt steuerte 85 Prozent zum Startkapital von einer Million Euro bei, der Kreis 15 Prozent. Sturm hätte gerne auch die Partnerunternehmen finanziell beteiligt, doch die zogen nicht mit. „Die Gesellschaft wird unternehmerisch und nicht politisch geführt“, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende die Geschäftsphilosophie.

Das gleichberechtigte Zusammenwirken von Wirtschaft und Staat habe ein heraus ragendes Bildungsangebot geschaffen, pflichtete Landrat Oliver Quilling bei. Für ihn ist die BA eine Ideenschmiede, die dem Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Firmen in der Region gut tut.

Ähnlich sah"s auch Bürgermeister Roland Kern. Die BA mache Rödermark zu einem „Bildungs-Standort ganz besonderer Art“ und leiste „notwendige Basisarbeit für die Prosperität unseres Gemeinwesens“.

Quelle: op-online.de

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