Rostig rappelt Ritters Rüstung

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Die Blechbüchsen, auf denen Ritter Rost und seine Freunde lautstark den Ton angaben, waren nur ein kleiner Teil des umfangreichen Instrumentariums.

Ober-Roden - Als Sahnebonbon zum 20. Geburtstag der Musikschule Rödermark führten 130 Kinder in der bis auf den allerletzten Platz von aufgeregten Eltern, Großeltern und Geschwistern besetzten Kulturhalle ein Musical auf.

Der „Ritter Rost“ ließ seine Rüstung klappern, und Drache Koks zündelte mit vielen seiner Freunde in voller Pracht.

Die 130 Akteure, allesamt Schülerinnen und Schüler der Musikschule, sangen, spielten und tanzten zu den Klängen von Rhythmusinstrumenten, Gitarren und einem kleinen Geigenorchester. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen zeigten die Kinder der musikalischen Früherziehung, der Musikkarusselle, das Geigenensemble, und eine Querflötensolistin, was sie in den letzten Wochen und Monaten gelernt haben. Die Texte las Theatermann Oliver Nedelmann.

Die Geschichte um den „Ritter Rost“ wurde von Jörg Hilbert geschrieben und vom Komponisten Felix Janosa zu einem Kindermusical verarbeitet: „Eines Tages entsteht auf einem Blatt Papier ein Drache namens Koks“, erinnerte sich der Autor. Für den brauchte er einen Ritter, der ihm in die Quere kommt, und der möglichst verrückt sein und Büroklammermüsli zum Frühstück essen sollte.

So entstanden Lieder mit Texten, die Kinder automatisch zum Lachen bringen und gute Laune machen – erst recht in so wunderschönen Kostümen, wie die Musikschule gestaltet hatte. Ob der doch eher feige Ritter mit seinem Pferd Feuerstuhl, ob das emanzipierte Burgfräulein Bö oder der zündelnde Drache Koks – sie alle genossen es, mit vielen munteren Drachen, zahllosen bluttriefenden Vampiren oder dem Roboter ihre musikalischen Fähigkeiten zu zeigen.

Herausforderung für die Musiklehrerinnen

Was einfach klingt, war sicher eine Herausforderung für die Musiklehrerinnen. Zumal die jüngsten Akteure gern mal ihren Familien zuwinkten oder tatsächlich mit einem sanften Schubs einzeln von der Bühne herunter gebeten werden mussten. Szenenapplaus und großer Beifall nach jedem der Bühnenereignisse dankten es den Spieler, die sich noch in einen schwierigem Sprechgesang samt Gesten und Bewegungen im Kanon wagten.

Gaby Schrenk, die stellvertretende Musikschulleiterin, die mit den Lehrerinnen für die Vorstellung verantwortlich zeichnete, bezog dazu das gesamte Publikum als Hintergrundchor mit ein – ein gelungenes Spektakel, das Lust auf mehr machte. Der besondere Dank von Schulleiter Benno Eckmann galt den Eltern, die viel Unterstützung zum Gelingen des Musicals geleistet hatten.

Morgen setzt um 18 Uhr ein Hauskonzert in der Musikschule bei freiem Eintritt den Reigen der Geburtstagsveranstaltungen fort.

chz

Quelle: op-online.de

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