Sogar schon in Australien Blut gespendet

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Holger Schneider hängt noch an der Nadel, um bei „Punktionskraft“ (so die offizielle Bezeichnung) Andreas Zöller seine 100. Blutspende abzugeben, während die Geehrten hinter ihm schon wieder erholt sind: allen voran Dr. Karl-Heinz Wiedenmann (4. von links), der die ebenso stolze wie seltene Zahl von 150 Spenden erreicht hat. Wolfgang Müller, Vorsitzender DRK Ober-Roden (links) und Eric Max, Öffentlichkeitsreferent des DRK Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen (rechts) gratulierten auch Harald Wölfel (2. von links) zur 10. und Michael Willmutz-Gutjahr (3. von links) zur 25. Spende.

Ober-Roden (chz) - „Diese große Hilfe wurde bisher nur von wenigen Menschen geleistet.“ Der letzte Satz auf der Urkunde des Roten Kreuzes freute Dr. Karl-Heinz Wiedenmann mehr als Ehrennadel und Lorbeerkranz. Wiedenmann hatte in der Kulturhalle seine 150. Blutspende geleistet – und das an seinem 53. Geburtstag.

„Ich bin schon immer zusätzlich zu den vier Ober-Röder Terminen mal hier und da in Nachbargemeinden zum Spenden gegangen. Doch für die 150. Spende habe ich es mir extra in meinem Wohnort eingerichtet“, erzählte der Jubilar. Mit 18, als Aktiver des Jugend-Rotkreuzes in seiner alten Heimatgemeinde Riesbürg im Nördlinger Ries, ging er erstmals zum Aderlass. Seither war er überall Blut spenden, wo er wohnte. Karl-Heinz Wiedenmann hat sogar einen australischen Blutspendeausweis - dort hat er eineinhalb Jahre gelebt: „Vier Termine dort habe ich hier nachtragen lassen, sonst wäre es heute erst das 146. Mal!“

150 Mal einen halben Liter Blut spenden – das sind 75 Liter: „Damit hab ich fast mein eigenes Körpergewicht erreicht“, freut sich der Chemiker, der in Neu-Isenburg arbeitet und natürlich auch dort ab und zu spendet. Nach einem kleinen Imbiss nahm Karl-Heinz Wiedenmann Präsente und seine Urkunde und ging nach vielen Glückwünschen heim, wo der Geburtstagskuchen auf ihn wartete.

Mit Holger Schneider hatte der DRK-Ortsverband Ober-Roden noch einen zweiten Mann für eine besondere Leistung zu ehren: Er gab seine 100. Blutspende ab. Der 43-Jährige aus der großen Schneider'schen Rot-Kreuz-Familie hatte sich ebenfalls mit 18 Jahren zum ersten Mal Blut abnehmen lassen und ist nicht nur Spender: „Über meine Familie kam ich schon mit zehn Jahren zum Jugend-DRK, wo ich hängen geblieben bin.“

„Runde“ Mehrfachspender

Gute Chancen, diese Zahlen vielleicht auch einmal zu erreichen, hatten zahlreiche „runde“ Mehrfachspender. Zum 25. Mal waren Erwin Barth, Patricia Schickedanz, Michael Willmutz-Gutjahr und Ursula Späth bei der Blutabnahme, zum zehnten Mal Markus Bien, Ingrid Derleth, Bernd Krahl, Sylvia Langer, Franz Schallmayer, Monique Weiland, Ulrich Weitzel und Harald Wölfel.

Zufrieden waren die Mitarbeiter des DRK Ober-Roden und des Blutspendedienstes mit den Besucherzahlen dieses Termins: „Eine Steigerung trotz der Osterferien – ein herzliches Dankeschön an die Bevölkerung!“ freuten sich Wolfgang Müller, Ortsvorsitzender des DRK Ober-Roden, Eric Max, Öffentlichkeitsreferent des DRK Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen und ihre Helfer. 213 Personen (17 mehr als beim letzten Termin) hatten sich zur Blutspende bereit erklärt, 22 davon mussten aus unterschiedlichen Gründen unverrichteter Dinge heimgeschickt werden. 191 Konserven (gegenüber 179) wurden entgegengenommen.

Die nächste Möglichkeit zur Blutspende in der Kulturhalle gibt’s am Dienstag, 3. Juli, wie immer zwischen 16.30 Uhr und 20.30 Uhr.

Quelle: op-online.de

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