Rotes Kreuz eröffnet Kleiderladen

Fast so einladend wie eine Boutique

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In Teams teilen sich die derzeit 20 Mitarbeiter in die Öffnungszeiten auf: Gestern Morgen, bei der Premiere des DRK-Kleiderladens, waren dies DRK-Organisatorin Beatrix Duttine-Eberhardt (2. von rechts), Sieglinde Münch, Julia Keller und Carlos Nussbaum. 

Ober-Roden - Die Neueröffnung in bester Lage in Ober-Rodens Ortsmitte kaschiert ein wenig ihren eigentlichen Zweck. Der Kleiderladen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gleicht nämlich mehr einer der Boutiquen entlang der Hauptstraße als einem sozialen Projekt.

Hier gibt’s nicht nur Kleidung, wie der Name vielleicht suggeriert, sondern vieles mehr für den täglichen Bedarf. Ware abgeben kann jeder Bürger, der etwas gut Erhaltenes übrig hat. Die Sachen werden nicht verschenkt: Einkaufen - zu Preisen von 50 Cent bis maximal 5 Euro - kann hier jeder Mensch, der einen Sozialschein oder den Rödermark-Pass besitzt. Den gibt es gegen Vorlage des Sozialscheines in den Rathäusern von Ober-Roden und Urberach. Er erleichtert nicht nur den Einkauf im Kleiderladen, sondern bringt zusätzlich Vergünstigungen in der Kulturhalle und erlaubt den Einkauf im Rödermärker Brotkorb.

Helle Räume, nette Beratung, günstige Preise: Schon am ersten Vormittag war der Laden sowohl von Spendern wie auch von Kunden gut besucht. Die fröhlich dekorierten Fenster und die einladend offene Tür machen es leicht, den neuen Kleiderladen zu finden.

Wo’s früher im ehemaligen Spiel- und Schreibwarengeschäft Berker zum Modellbau-Eck ging, erinnert originellerweise auch heute eine gestickte Eisenbahn daran. Dieses das Schmuckband hatten die früheren Kleiderkammer-Helferinnen der Caritas den DRK-Helfern übergeben. Großzügig und mit nagelneuem Mobiliar ausgestattet, bietet der Second-Hand-Laden des Deutschen Roten Kreuzes nicht nur Kleidung von Stiefeln über Polohemden bis zu Anzug und Krawatte, sondern auch Bett- und Tischwäsche, Schulbedarf, Geschirr, Bücher, Bilder und manches mehr. „Nur Elektrogeräte nehmen wir nicht, wegen der Sicherheit“, erläutert der ehrenamtliche Mitarbeiter Carlos Nussbaum und weist darauf hin, dass diese wie auch alle anderen Großteile wie etwa Fahrräder oder Möbel jederzeit an der Pinnwand ausgehängt werden können und so sicher auch neue Besitzer finden.

Derzeit arbeiten 20 ehrenamtliche Helfer an den vier Öffnungstagen. Schon im September hofft Beatrix Duttine-Eberhardt, die pädagogische Leiterin aller DRK-Kleiderläden im Kreis, neue Öffnungszeiten verkünden zu können, da sich bei der Eröffnungsfeier am Samstag neue Helfer gemeldet hatten. Gut 50 Menschen drängten sich da im Eckladen und wünschten dem neuen Projekt alles Gute - auch alle bisherigen Kleiderkammer-Damen der Caritas. Noch sind neue Mitarbeiter herzlich willkommen. „Wir brauchen durchaus Zeit-Spenden“, lässt Beatrix Duttine-Eberhardt erkennen und hofft, dass das freundliche Ambiente und die flexibel zu handhabenden Dienstzeiten in kleinen Teams einen Anreiz zur Mithilfe mit sich bringen. 

chz

Quelle: op-online.de

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