Runderneuerung

Feinschliff für die Halle Urberach

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Gestern verschwanden die alte Deckschicht und die Spielfeldmarkierungen vom Parkett der Halle Urberach. Sobald der Boden neu versiegelt ist, wollen die Kommunalen Betriebe die Halle wieder für den Sportbetrieb freigeben.

Urberach - Die Runderneuerung der Halle Urberach geht in die letzte Phase. Die Kommunalen Betriebe (KBR) investieren knapp 3,4 Millionen Euro, um die Halle attraktiver für (Kultur-)Veranstaltungen zu machen, ohne dass sie ihren Charakter als wichtigste Sportstätte des Stadtteils verliert. Von Michael Löw 

Erster Stadtrat Jörg Rotter erläuterte gestern bei einer Baustellenbesichtigung mit unserer Zeitung die wichtigsten Details.

  • Optik: Die beigefarbene Verkleidung an den Wänden und an der Tribüne sowie drei Meter hohe Fenster machen die Halle groß, hell und freundlich. Die energiesparende Dreifachverglasung ersetzt die maroden Reglitscheiben aus den sechziger Jahren. Ein großer Teil der Technik wurde unter die Decke verlegt.
  • Heizung: Man muss schon genau an die Decke schauen, um die langen weißen Heizkörper zu entdecken. Sie strahlen ihre Wärme von oben auf die Sportler, Musiker, Sänger und Besucher. „Das ist wie die Sonne beim Skifahren“, schwärmt Rotter.
  • Prallschutz: Die hellen Multifaserplatten sehen nicht nur gut aus, sondern überstehen auch verworfene Siebenmeter kräftiger Handballer.
  • Boden: Allen Unkenrufen zum Trotz hat das von den Sportlern geschätzte Edelholzparkett die Sanierung offenbar unbeschadet überstanden. Arbeiter eines Sporthallen-Spezialisten schleifen die Versiegelung samt der alten Spielfeldmarkierungen ab und erneuern beides. Bei dieser Gelegenheit reparieren sie auch die seit Jahren bekannte schadhafte Stelle vor einem der Tore.
  • Brandschutz: Mit dem nahm die Sanierung ja bekanntlich ihren Anfang. Die KBR haben eine Sprinkleranlage einbauen lassen, die aus einem Wassertank mit 25 000 Litern Fassungsvermögen gespeist wird. Niemand müsse befürchten, dass die Halle geflutet wird, wenn bei der städtischen Weihnachtsfeier die Adventskranzkerzen rußen, beruhigt Rotter die Skeptiker. Die Sprinklerköpfe an der Decke sprechen erst bei großer Hitze an, vorher verspritzen sie keinen Tropfen. Dem Ganzen vorgeschaltet ist ein akustisches Warnsystem. Auch die Küche des Restaurants und des Vereinsraums sind daran angeschlossen.
  • Zugang: Der Sportlereingang wird künftig mit einem Chip geöffnet und geschlossen. Moderne Technik stellt sicher, dass beim Verlassen der Halle dann alle Lampen aus und die Heizung auf Sparbetrieb geschaltet werden. Die Chips können für einzelne Übungsleiter personifiziert werden, sodass die die Halle wirklich nur zu den Trainingszeiten ihres Vereins betreten können. Damit, so Rotter, sparen sich die KBR den teuren Schließdienst und zeigen, dass sie ihren Vereinen vertrauen.
  • Freigabe: Sobald Baubehörde und Brandschutz die Halle abgenommen habe, will Rotter sie für die Vereine freigeben. Schon am Montag findet ein Gespräch zwischen Stadt und Vorständen statt, bei dem der neue Belegungsplan erstellt wird. Die offizielle Wiedereröffnung ist für den 14. August geplant.

Quelle: op-online.de

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