Rundgang durch Ortsgeschichte

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Margareta Rink entdeckte im Foto-Heftchen das Haus, in dem sie 1927 geboren worden war, das aber längst abgerissen ist.

Urberach - Quartiersarbeit schafft Miteinander. Das haben die Breidert-Bewohner als erste bewiesen. Und das erfährt nach dem Ober-Röder Ortskern und Waldacker nun auch Urberach.

Bei allerbester Vorfrühlingssonne ließen sich Teilnehmer am Quartiersworkshop sowie interessierte Bürger am Samstag bei einem kleinen Rundgang vom Heimat- und Geschichtsverein (HGV) den Ortskern von Urberach zeigen.

Rita Dutiné, die dort alle Ecken und Winkel wie ihre Westentasche kennt und sie schon vielen Bürgern näher gebracht hat, führte wieder einmal von der Bachgasse übers Janseneck Frankfurter Straße und Borneck zur alten Bürgermeisterei. Weiter ging’s zum Schuleck, das heute längst Ratsgasse heißt, durch die Darmstädter Straße und das Erlengässchen übers Gänseeck wieder zur Bachgasse zurück. Mit vielen Anekdoten und historisch fundiertem Wissen ließ sie den alten Ort dabei wiederaufleben.

Vor dem Töpfermuseum erläuterte Doris Lips (Zweite von links) die Entstehung des derzeitigen Rödermärker Wappens aus Teilen der alten Wappen von Ober-Roden und Urberach sowie die historischen Fundstücke wie etwa die Tonpresse.

Margareta Rink freute sich schon beim ersten Blick auf die kleine Foto-Agenda, die ihr die Ortsführerin Rita Dutiné als Begleitmaterial für den kleinen Rundgang überreicht hatte: „Genau in diesem Haus bin ich am 17. Januar 1927 geboren worden.“ An dieser Stelle steht in der Bachgasse längst ein anderes Gebäude, ebenso an vielen der anderen Ecken im Ortskern von Urberach, durch die Rita Dutiné führte. Umso erfreuter waren die Teilnehmer wie Margareta Rink, hier Originalfotos zu entdecken.

Zum Einstieg in die kleine Reise in Urberachs Historie hatte Doris Lips vom HGV anhand der Wappen am Töpfermuseum in die Stadtgeschichte zurückgeblickt. Das heutige Stadtwappen enthält etwa den roten Giebel aus dem Ober-Röder und das Rad aus dem Urberacher Wappen.

Der Rundgang startete in den Ausstellungsräumen des Museums, die aus allen Nähten platzen. Die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins hoffen, dass die Töpferkurse der Volkshochschule irgendwann eigene Räume finden, damit hier weitere Stadtgeschichte ausgestellt werden kann.

Rita Dutiné und Doris Lips versprachen die Führung, die am Samstag nur mäßig besucht war, gerne noch einmal zu wiederholen. Wer sich ins Quartier Urberach weiter hineinversetzen und auf Gleichgesinnte treffen möchte, der hat heute, Montag, ab 19 Uhr in der Kelterscheune wieder die Gelegenheit dazu, wenn sich die Quartierswerkstatt trifft. Zudem findet am Dienstag, 12. März, ab 19 Uhr der nächste Spieleabend im „SchillerHaus“ statt.

chz

Quelle: op-online.de

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