Ärger um S-Bahn in Ober-Roden

Umsteigen wird zum Glücksspiel

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Ober-Roden - Fehlende Informationen und verpasste Anschluss-Busse verärgerten Bahnkunden in Ober-Roden. Besonders schlimm war es offenbar während der Sperrung der Dieburger Straße am langen Wochenende.

„Ich habe nicht ein Schild gesehen, das darauf hinwies, dass am Bahnhof keine Busse fahren“, schimpfte ein Mann aus Münster. Er war am Freitagnachmittag aus der S-Bahn ausgestiegen und kam nicht weiter. Vielen Pendlern ging es ähnlich.

Bahnkunden sind auch sauer, dass Busse ihnen vor der Nase wegfahren, wenn die S 1 Verspätung hat. „Die Zugtür ging auf, die Bustür ging zu“, schildert der Münsterer. Seiner Ansicht nach hätte der Bus der Linie 679 nur einen Augenblick warten müssen, bis die Pendler die zehn Meter Bahnsteig überquert haben und einsteigen.

Busfahrer können nicht unbegrenzt warten

Maximilian Meyer von der Pressestelle des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) wies gestern auf Anfrage unserer Zeitung darauf hin, dass Busfahrer „nicht unbegrenzt warten können“. Bis 20 Uhr gelte innerhalb des RMV eine Wartezeit von drei Minuten, ab 20 Uhr sind"s zehn Minuten. Wie lange der Fahrer letztlich warte, hänge auch von seinem Fingerspitzengefühl ab. Er müsse ja auch weitere Anschlüsse garantieren. Besagte Linie 679 steuere zum Beispiel die Bahnhöfe in Dieburg und Reinheim an, wo die Züge ja auch nicht warten.

Bei Verspätungen der S 1 verärgere der RMV entweder die ankommenden Bahnkunden in Ober-Roden oder die wartenden Buspassagiere entlang der weiteren Strecke, machte Meyer das Dilemma deutlich.

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Zum Thema fehlende Information während der Sperrung der Dieburger Straße sagte Meyer nach Rücksprache mit dem beauftragten Busunternehmen: „Die Abfahrtsstelle (vor dem Bahnhof, Anmerkung der Redaktion) war markiert.“ Dazu sind die RMV-Partner auch verpflichtet. Hinten, auf dem Bahnsteig, sind sie es nicht. Also hängte auch niemand ein Hinweisschild auf.

Quelle: op-online.de

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