Sackgasse ist zunächst nur ein Versuch

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Anwohner des Karnwegs bei einem Ortstermin in der vergangenen Woche mit dem Bürgermeister.

Ober-Roden (lö) - Der Karnweg wird zunächst versuchsweise zur Sackgasse. Die Stadt plant, ihn an der Landstraße von Ober-Roden nach Rollwald (L 3097) dicht zu machen, um den Schleichverkehr durch das Wohngebiet zu unterbinden.

Anwohner halten aber auch eine Sperrung nahe der Frankfurter Straße oder in der Mitte des Karnwegs für denkbar. Nach einem Unfall, bei dem vor zwei Wochen war ein Vierjähriger von einem Auto erfasst worden war, wurden Forderungen nach einer Verkehrsberuhigung laut.

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Die Einzelheiten arbeitet das Ordnungsamt bis Ende des Monats aus, erklärte Bürgermeister Roland Kern gestern gegenüber unserer Zeitung. Bei einem Ortstermin waren einige Fragen offen geblieben: Wie wird die ungehinderte Zufahrt von Feuerwehr und Rettungsdiensten sichergestellt? Was ist mit den Landwirten, deren Felder auf der anderen Seite des Wohngebiets liegen? Auch das Amt für Straßen- und Verkehrswesen muss beteiligt werden, denn auf der L 3097 darf die Stadt nicht einfach Markierungen ändern.

Mit der Sackgassen-Regelung würde sie den Karnweg und den Seppel-Herberger-Weg de facto zu Anliegerstraßen machen. Angst, dass ähnliche Forderungen auch in anderen Ecken Rödermarks laut werden, hat Kern jedoch nicht: „Eine Übertragbarkeit auf andere Wohngebiete sehe ich in Anbetracht der besonderen Situation nicht.“

Das verhältnismäßig kleine Wohngebiet liegt zwischen zwei Hauptstraßen - der Nieder-Röder und der Frankfurter Straße - und zieht nach Aussage seiner Bewohner den Schleichverkehr regelrecht an. Autofahrer sparen sich so die Ampeln an der Kipferl-Kreuzung.

Quelle: op-online.de

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