Sanierung wird zu Millionensache

+
540.000 Euro vom Land für den Umbau des Hauses Morija.

Ober-Roden ‐ Im Juni will Architekt Reiner Kappl den gut eine Million teuren Umbau des Hauses Morija in Angriff nehmen. Auf allen Etagen des Alten- und Pflegeheims muss der Brandschutz auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden, vor den Fenstern werden motorbetriebene Jalousien installiert, und auch in der Küche sind nach 20 Jahren umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen nötig. Von Michael Löw

Kappl und Heimleiterin Schwester Dorothea Lakowitz rechnen mit einem Jahr Umbauzeit.

Die Bewohner werden den Umbau höchstens merken, weil sie noch mehr Zuneigung erhalten“, verspricht Schwester Dorothea. Kopfzerbrechen bereitet ihr eher, was auf Haustechniker Tobias Schad und Küchenchef Ralf Kämmerer zukommt. Schließlich können die Christusträger-Schwestern das 102-Betten-Haus in der Zwickauer Straße nicht einfach ein paar Monate schließen, sondern müssen die Sanierung bei laufendem Betrieb bewältigen.

Vom Tisch ist die Idee, die Küche in einen Container auszulagern. Zu teuer, hat Kappl ausgerechnet. Jetzt sucht er mit Kämmerer nach anderen Lösungen. Fest steht, dass die (Funktions)-Räume im Keller am Stück umgebaut werden. Die 36 Einzel- und 39 Doppelzimmer sollen die Handwerker immer in Dreier-Abschnitten angehen.

30,5 Millionen Euro stehen landesweit zur Verfügung

Die Finanzierung des Umbaus ist weitgehend gesichert. 200.000 Euro bringen die Christusträger aus eigenen Mitteln auf, etwa 300.000 Euro steuerte die Stiftung Deutsches Hilfswerk bei. Gestern brachte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, den Zuwendungsbescheid des Landes über 540.000 Euro im Haus Morija vorbei. 216.000 Euro sind ein Zuschuss, dazu kommt ein zinsgünstiges Darlehen von 324.000 Euro. Landtags-Vizepräsident Frank Lortz, der fast auf den Tag genau vor einem Jahr Alarm geschlagen hatte, lobte das Tempo, mit der das Ministerium die Finanzierung bewilligt hatte. Dieses Tempo sei alles andere als selbstverständlich.

30,5 Millionen Euro stehen landesweit zur Verfügung, damit Alten- und Pflegeheime so umgebaut werden können, dass sie höheren Standards entsprechen, erläuterte die Staatssekretärin. Mit dieser Summe liege Hessen im Bundesvergleich weit vorn. Sie sieht in Wohngruppen - wie sie im Haus Morija schon lange Alltag sind - ein „Modell der Zukunft“ für die Betreuung von Alzheimer- und Demenzkranken.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare