Satzung für den Ortskern wird neu diskutiert

Ober-Roden ‐ Im Streit um die Gestaltungssatzung für den Ortskern von Ober-Roden hat Bürgermeister Roland Kern die Kritik von Hausbesitzern und SPD-Fraktionschef Armin Lauer zurückgewiesen. Aber der Bürgerprotest zeigt Wirkung. Von Michael Löw

Bürgermeister Roland Kern hat Berichte unserer Mediengruppe über die Unruhe in der Ortsmitte von Ober-Roden als „unverantwortliche Panikmache“ bezeichnet. Kern wies auch den Vorwurf des SPD-Fraktionsvorsitzenden Armin Lauer zurück, der Magistrat wolle die Gestaltungssatzung mit Brachialgewalt gegen den Willen der Bürger durchsetzen.

 Der Anwohner-Protest hat aber Wirkung gezeigt. Kern kündigte gestern an, dass der Magistrat den Entwurf der Gestaltungssatzung den Betroffenen bei einer Bürgeranhörung - wahrscheinlich in der zweiten Januar-Hälfte - vorstellt. Erst dann solle die Stadtverordnetenversammlung die endgültige Entscheidung treffen. Ursprünglich sollte das Parlament die Satzung am 7. oder 8. Dezember beschließen. Die Bürgerversammlung war eine Forderung der SPD gewesen.

Die umstrittene Satzung geht auf einen Parlamentsbeschluss vom Juni 2008 zurück. Sie soll Ober-Rodens Mitte, insbesondere den „Fränkischen Rundling“, vor weiterem baulichen Wildwuchs schützen. Kritiker werfen der Stadt vor, Hausbesitzer bis ins Kleinste reglementieren zu wollen, während sie selbst jahrzehntelang „Bausünden“ genehmigt oder selbst gebaut habe.

Quelle: op-online.de

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