Sauna-Weltmeisterschaft

Michaela Butz aus Rödermark ist im Schwitzen die Beste

+
In der Sauna fast unschlagbar: Michaela Butz schwitzte sich zum dritten Mal zur Deutschen Meisterschaft. Außerdem ist die amtierende Weltmeisterin.

Rödermark - Sommerhitze wie in den vergangenen Tagen entlockt Michaela Butz allenfalls ein überlegenes Grinsen. Kein Wunder. Die Frau ist ganz andere Temperaturen gewöhnt. Von Bernhard Pelka

Bei 110 Grad schwitzte sie sich bei der Deutschen Saunameisterschaft nun schon zum dritten Mal an die Spitze.

Das ist aber noch nicht alles. Seit 2010 ist die 39-jährige außerdem Sauna-Weltmeisterin. Bei der Deutschen Meisterschaft in Stralsund reichten ihr 6 Minuten und 31 Sekunden Durchhaltevermögen zum Sieg. „Ich habe auch schon 10,25 Minuten bei 110 Grad gesessen. Aber diese Zeiten sind nicht vergleichbar. Jede Sauna ist anderes von der Bauart her oder vom Ofen“, erläutert die Geschäftsfrau. In Urberach führt sie das Reisebüro Holiday Land, in der Freizeit aber schwitzt sie für ihr Leben gern. „Ich gehe schon seit meinem fünften Lebensjahr in die Sauna.“

Aus dem Hobby wurde der Extremsport, der absolute körperliche Fitness und Willenskraft verlangt. Michaela Butz ist Mitglied der Saunaritter. Dem Club gehören derzeit 26 Extremsaunierer aus dem Rhein-Main-Gebiet an. In Ober-Roden war bisher immer ihre Trainingsbasis. Doch seit die dortige Sauna geschlossen hat, lassen es die Saunaritter in Kleinostheim heiß her gehen. Dort hat der Verein die Sauna im Allwetterbad Vitamar seit 1. März gepachtet und kräftig aufgemöbelt. Geöffnet ist dort für ein breites Publikum, das bei herkömmlichen Saunatemperaturen schwitzen möchte. Am Samstag steht das neu gestaltete Außengelände mit Außensauna (holzbefeuert) bei einer Party im Mittelpunkt. „An unserem neuen Stammsitz hängt unser Herzblut. Wir haben so viel in Eigenregie umgebaut - und alles ehrenamtlich“, erzählt die Tourismuskauffrau stolz.

Von Ober-Roden haben die unerschrockenen Saunaritter ihren Aufgussmeister Klaus Schrod mit nach Kleinostheim genommen. Er treibt mit raffinierten und manchmal sogar ein bisschen fiesen Aufgüssen den letzten Schweißtropfen aus den Poren. Aber richtige Saunierer wollen’s ja nicht anders.

Quelle: op-online.de

Kommentare