Schafe und Ziegen rupfen die Heide bei Waldacker frei

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Schäfer Markus Metzger - hier mit Sohn Leonhardt - führte seine Herde von Nieder-Roden nach Waldacker, wo die Tiere unerwünschten Bewuchs von der Heide fressen sollen.

Waldacker ‐ 40 Schafe und drei Ziegen fressen die Heide im Osten von Waldacker kahl. Und das nicht einfach nur, um satt zu werden: Sie tun‘s im Auftrag des Naturschutzes. Von Michael Löw

Hauptaufgabe der vierbeinigen Landschaftspfleger: Sie sollen vor allem die Traubenkirschen abweiden, die sich auf dem gut drei Hektar großen Areal breit machen und die typische Magerrasen-Vegetation verdrängen. Die Heide von Waldacker ist eine der letzten großen zusammenhängenden Heideflächen im Kreis, daher kümmern sich der Naturschutzbund (NABU) und die Untere Naturschutzbehörde um die Pflege des Biotops.

Während Schafe den Boden abweiden, knabbern Ziegen auch an jenen Trieben, die weiter oben wachsen.

Ihr Partner ist der Rodgauer Schäfer Markus Metzger, dessen Herde schon die so genannte „Düne von Dudenhofen“ frei von unerwünschtem Bewuchs hält. Vorigen Freitag zog er mit seinen Skudden, Zackel- und Schwarzkopfschafen von Nieder-Roden nach Waldacker. Seither knabbern sie - unterstützt von den Ziegen - an heideuntypischen Pflanzen. Die Tiere sollen die alte Rodungsinsel mit Sandmagerrasen und Zwergstrauchheiden verjüngen. Ihr Tritt sorgt auf dem sandigen, nährstoffarmen Boden für gute Wachstumsbedingungen.

„Dieses Projekt“, so die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, „trägt dazu bei, eine alte Kulturlandschaft zu pflegen.“ Der NABU, der 750 Euro zur Finanzierung beisteuert, bemüht sich seit mehr als 20 Jahren darum, die Heide so weit wie möglich in ihren Ursprungszustand zurückzuversetzen - mit wechselndem Erfolg.

Quelle: op-online.de

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