Informationen auf einen Blick

Schautafel am Hauptportal verrät Details zum Rodgaudom

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Nach dem Hochamt zum Neujahrsfest und vor dem kleinen Neujahrsempfang im Forum St. Nazarius enthüllte und erläuterte Pfarrer Elmar Jung die neue Gedenk-und Informationstafel am Hauptportal des Rodgaudoms.

Ober-Roden - Die Pfarrgemeinde St. Nazarius schließt eine Informationslücke. Dank Spenden konnte sie jetzt eine Tafel mit vielen Details zur Kirche anbringen. Interessierte Besucher sehen auf einen Blick, was es auf sich hat mit dem markanten Rodgaudom.

Bislang suchten Kirchenbesucher oder geschichtlich Interessierte vergebens nach einer handlichen Erläuterung zur Entwicklung der Pfarrkirche St. Nazarius, die doch einen sehr prägenden historischen Hintergrund hat. Wer mehr über die Geschichte der Kirche und des Kirchhügels mitten im alten fränkischen Rundling von Ober-Roden wissen wollte, konnte bislang nur bei den historischen Führungen unter anderem durch Dr. Siegfried Kutschera teilnehmen, der jedes Mal wieder neues weiteres Wissen über mehrere Jahrhunderte St. Nazarius in den Annalen gefunden hat.

Dank großzügiger Spenden bei Kirchenführungen und durch Einzelspenden und dank dem unermüdlichen Engagement von Dr. Kutschera sowie unter der wissenschaftlich-historischen Beratung durch Dr. Egon Schallmayer konnte Pfarrer Elmar Jung nun eine Informationstafel segnen und der Öffentlichkeit übergeben. Sie beschreibt und stellt in Bildern die Geschichte des Rodgaudomes und seiner Vorgängerkirche im so genannten Fränkischen Rundling dar. Der Dank der Pfarrgemeinde gilt allen, die sich mit viel Liebe dieser Aufgabe gewidmet haben.

Viele Spenden kamen bei den Kirchenführungen zusammen, bei denen der Hobby-Historiker schon für die Aufarbeitung der Zahlen und Fakten rund um die Pfarrkirche warb. Durch großzügige Spenden der Sparkasse Dieburg und einzelner Privatspender konnte die Tafel von der Firma Schelter in Dieburg jetzt fertig gestellt werden und hat einen ins Auge fallenden Platz vor dem Haupteingang der Kirche erhalten. Rainer Hitzel und Vinzenz Schrod haben die professionelle Befestigung übernommen. Mit dem Anbringen der Tafel wird das Anliegen verstärkt, den Ortskern von Ober-Roden für die Bürger weiter zu erschließen und auch historische Zusammenhänge um den Kirchenhügel von St. Nazarius aus der Frühzeit ans Licht zu bringen. Dazu gehört die Baugeschichte des Rodgaudomes und seiner Vorgängerkirche, welche im Grundriss auf der Tafel dargestellt sind.

Erschwerend für die Bearbeitung der Schautafel war sicher die Fülle der Informationen – schließlich lassen sich erste schriftliche Hinweise über Ansiedelungen im Bereich der oberen Rodau ins achte Jahrhundert, die Zeit der Karolinger, datieren. Schon 786 wurde in der Schenkungsurkunde im Lorscher Kodex festgehalten, dass eine Äbtissin Aba das ihr gehörende Kloster Rothaha verschenkte: „…das Kloster…im Gebiet der Gemarkung Roden…am Flusse Rodau …in den Besitz des Hlg. Nazarius“. Damit begann die lange und spannende Geschichte dieser heutigen Pfarrkirche, die nun in geraffter Form am Hauptportal nachgelesen werden kann und vielleicht auch bald als Handzettel im Kirchenvorraum ausliegen wird.

Kommunion und Konfirmation: Bilder aus der Region

Vom Abschlusssegen direkt an der neuen Informationstafel zogen noch einige Gottesdienstbesucher ins Forum St. Nazarius weiter, wohin der Pfarrgemeinderat zu einem kleinen Sektempfang eingeladen hatte. Bei Sekt, Saft und Knabbereien wünschten sich Pfarrgemeindratsmitglieder, ehrenamtliche Helfer und Kirchenbesucher ein gesegnetes und friedvolles neues Jahr und plauderten noch in gemütlicher Runde, ehe sie mit einem letzten Blick auf die neue Infotafel nach Hause gingen. Der offizielle Dank an die Ehrenamtlichen von Seiten der Pfarrgemeinde wird wieder am Tag nach Fronleichnam im Festzelt beim „Kerche-Kabarett“ abgestattet werden. (chz)

Quelle: op-online.de

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