Schleppender Probebetrieb am Rathaus

WLAN-Hotspots nur wenig gefragt

Rödermark – Kostenlose öffentliche WLAN-Hotspots, also Internetzugänge für Laptops, Smartphones oder Tablets in Büchereien, Rathäusern und ähnlichen Gebäuden, lassen auch zweieinhalb Jahre nach einem einstimmigen Parlamentsbeschluss auf sich warten.

Derzeit gibt"s in Rödermark nur zwei halb öffentliche Internetzugänge – einen im Jugendzentrum Ober-Roden, den anderen im Urberacher „Schillerhaus“. Beide laufen nach Auskunft des Magistrats über die vorhandenen langsamen DSL 16.000-Leitungen.

Einen echten öffentlichen WLAN-Hotspot hat der Ober-Röder Software-Unternehmer Marc Milde im Herbst 2017 am Rathausplatz installiert. Die Resonanz sei „eher negativ“, teilte er dem Magistrat nach einem Jahr Probebetrieb mit und führte dies unter anderem aufs Wetter zurück.

WLAN-Hotspots ermöglichen den kostenlosen Zugriff aufs Internet, ohne dass man das eigene Datenvolumen angreift. Auf Flughäfen oder Bahnhöfen sind sie selbstverständlich, in öffentlichen Einrichtungen kleiner Städte eher die Ausnahme. Andererseits: Immer mehr Smartphonenutzer haben Flatrates mit verhältnismäßig großen Datenmengen, die monatlich weniger als 15 Euro kosten.

Sechs Jobs für ausrangierte Smartphones

Der Magistrat, so der Antrag aus dem Sommer 2016, sollte trotzdem prüfen, ob Hotspots unter anderem in der Kulturhalle und der Halle Urberach, an Kelterscheune und Bürgertreff Waldacker oder den beiden Feuerwehrhäusern eingerichtet werden können. Drei Internet-Provider gaben Angebote zwischen 40.000 und 56.000 Euro ab. Ein Zuschlag kann laut Magistrat aber frühestens mit der Genehmigung des Haushalts 2019, wahrscheinlich Mitte Februar, erfolgen. Allerdings will der Magistrat zuvor noch prüfen, ob städtische WLAN-Hotspots mit Programmen der Europäischen Union oder des Landes Hessen („Dorflinde“) gefördert werden können. (lö)

Quelle: op-online.de

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