Schlussbericht einstimmig zu den Akten gelegt

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Der Bahnhof in Ober-Roden.

Rödermark (lö) - Einstimmig hat die Stadtverordnetenversammlung den Bericht des Akteneinsichtsausschusses zum Kauf des Bahnhofs Ober-Roden gebilligt.

Das Gremium hatte in vier Sitzungen mehrere hundert Seiten Verträge, Protokolle, Anmerkungen und Rechnungen durchgeackert und war zu dem Entschluss gekommen, dass es an dem Grundstücksgeschäft nichts zu beanstanden gibt.

Vorsitzender Gerhard Schickel (AL) dankte dem Magistrat für das gute Verhandlungsergebnis mit dem sperrigen Verkäufer Bahn und lobte die Bauverwaltung für die ausgezeichnete Kooperation mit dem Ausschuss, obwohl sie oft im Fokus der Kritik stand. Michael Gensert warf der Opposition aus SPD, FDP und Freien Wählern vor, das schärfste Kontrollmittel des Parlaments stumpf gemacht zu haben: Außer heißer Luft sei von den Vorwürfen nichts geblieben.

Akteneinsichtsausschusses hinterlässt ein mulmiges Gefühl

Trotz des eindeutigen Votums hinterließ der Bericht des Akteneinsichtsausschusses bei den drei kleinen Parteien ein mulmiges Gefühl. Statt die Gespräche mit dem „nervtötenden Verhandlungspartner Bahn“ zur Chefsache zu machen, habe Bürgermeister Roland Kern seinen Job „nach Vorschrift getan“, kritisierte Tobias Kruger den Verwaltungschef vergleichsweise sachte.

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Norbert Schultheis (SPD) und Manfred Rädlein (Freie Wähler) schlugen da weit schärfere Töne an. Die Magistratsvorlage zum Bahnhofskauf sei mangelhaft und alles andere als entscheidungsreif gewesen, schimpfte Schultheis. Und Rädlein hielt Magistratsspitze und Bauamt vor, den Denkmalschutz verschlafen zu haben. Daran war der Weiterverkauf gescheitert. Bürgermeister Kern berichtete, dass von den ursprünglich zwölf Interessenten der zweiten Verkaufsrunde drei ernstzunehmende Investoren übrig sind.

Quelle: op-online.de

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