Im Schneckentempo durch das Internet

Rödermark ‐ Von wegen DSL 16000 oder gar DSL 32000: Viele Ecken von Rödermark sind von schnellen Download so weit entfernt wie Bayern München von der deutschen Meisterschaft. Wo ist der Zugang ins Internet besonders lahm? Von Michael Löw

Tausende von Rödermärkern kommen nur im Schneckentempo ins Internet. Große Teile des Breidert, von Waldacker und der ganze Bienengarten haben Anschlusswerte von einem Megabit (Mbit) oder darunter, bestätigte der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth bei einer SPD-Veranstaltung. Die Unterversorgten selbst könnten daran nichts mehr ändern, die Stadt aber schon: Sie könne in einer Umfrage den Bedarf nach schnellen Datenleitungen ermitteln. Ist die Nachfrage groß genug, sieht Kurth durchaus Chancen, dass ein Unternehmen im hart umkämpften Kommunikationsmarkt auch hohe Investitionen als langfristig rentabel erachtet.

Langsame Internetzugänge bremsen auch den Datenverkehr von Firmen. Dr. Bernhard Mohr, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach, bedauerte, dass rund 60 Prozent von 22 000 befragten Unternehmen an Datenleitungen mit einer Übertragungsrate von weniger als sechs Mbit hängen, während immer mehr Privathaushalte mit 16, 32 oder 64 Mbit surfen.

Kurth kritisierte die AL Rödermark scharf: Wenn eine Fraktion den Sinn gut ausgebauter Datenautobahnen bestreite, schwäche sie die Verhandlungsposition der Stadt. Auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger hatte der AL kritisiert, weil sie 1,5 Mbit für ausreichend halte.

Quelle: op-online.de

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