Ausbau des Glasfasernetzes

Schnelleres Internet ab 2014?

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Rödermark - Die Stadt - genauer gesagt: ihre Tochtergesellschaft Breitband Rödermark GmbH - will noch dieses Jahr mit dem Bau einer Datenautobahn beginnen. Läuft alles nach Plan, können die Rödermärker 2014 mit bis zu 50 Mbit pro Sekunde („DSL 50.000“) durchs Internet surfen.

In einigen Ecken müssen sich Computernutzer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1,5 Mbit begnügen.

Der Magistrat will den Breitbandausbau und die nötigen europaweiten Ausschreibungen in seiner Sitzung am 21. Mai beraten. Das teilte Bürgermeister Roland Kern auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion mit. Deren Vorsitzender Tobias Kruger hatte einmal mehr beklagt, dass Rödermark das schnelle Internet verschlafe. Im Dezember 2009 habe die damalige CDU/FDP-Koalition mit Unterstützung der SPD erstmals eine flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Glasfaserkabeln gefordert. Im September vorigen Jahres beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Gründung der Breitband Rödermark GmbH. Seither, so Kruger, herrsche Funkstille.

Von Verschleppung keine Rede

Dem widersprach Kern in seiner Antwort auf die FDP-Anfrage heftig und listete 19 Gesprächstermine, Sitzungen und ähnliches seit dem 26. Juni 2012 auf. Von Verschleppung könne also keine Rede sein, lautet die Schlussfolgerung des Bürgermeisters.

Wichtigstes Ergebnis der Verhandlungen: Das Land kündigte eine Bürgschaft von 70 bis 80 Prozent der Kosten an. Im Gespräch sind etwa sechs Millionen Euro. Die Landesregierung fördert den Ausbau regionaler Glasfasernetze mit Bürgschaften von 200 Millionen Euro.

In einer ersten Ausbaustufe würden die Stadt und ihr Partner, die Firma Brenergo aus Erbach/Odenwald, die meisten der knapp 100 Verteilerkästen der Telekom ans Glasfasernetz anschließen. Das ermöglicht eine Datenübertragungsrate von 50 Mbit/Sekunde. Würde das Glasfasernetz bis ans Grundstück reichen, wären mehrere hundert Mbit möglich.

Quelle: op-online.de

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