Schon früh Interesse an Kunst wecken

+
„Jeder Mensch ist ein Künstler“, behauptete Joseph Beuys - und dies stellten nun auch Annika Bittner, Anne Kranich, Naoual Bihi, die Zwillinge Marlon und Silas Kuch, Moritz Saak und Fabian Krasnici (nicht im Bild) im Taubhaus-Kindergarten unter Beweis.

Urberach - (lö) Kunst fördert und fordert nicht nur die kreative Entwicklung von Kindern. Sie beschäftigen sich mit der Biographie von Malern, lernen Internet-Recherche und trainieren Konzentration und Koordinationsfähigkeit. Dieses Fazit zog Erzieherin Ulrike Sturm nach einem Kreativprojekt im Taubhaus-Kindergarten. Kleine Künstler kopierten voller Eifer und überaus genau Gemälde bekannter Künstler.

Voraus gegangen war eine altersgerechte Einführung in die Malerei und die Biografien der Künstler. Ulrike Sturm hatte ein Buch mit Abbildungen berühmter Werke entdeckt, die auf einer beiliegenden CD erklärt werden. Die Geschichten waren so spannend und unterhaltsam, dass die Kinder sie wieder und wieder hören wollten. Ganz nebenbei erfuhren sie auch etwas über die Künstler und Malstile.

Die Kinder waren so fasziniert von den Bildern und Geschichten, dass sie daheim mit ihren Mamas und Papas sogar noch weiter im Internet recherchiert haben“, erzählte Ulrike Sturm, die kulturelles Verständnis schon im Vorschulalter wecken will. „Beim Abmalen waren die Kinder hoch konzentriert. Manchmal haben sie zwei Stunden hintereinander gemalt.“

Soviel Ausdauervermögen zeige, dass bei diesem Projekt nicht nur künstlerisches Können geweckt wird, sondern zugleich viele weitere Aspekte gefördert werden. So arbeiten die Kinder konzentriert über einen längeren Zeitraum an einer Sache. Außerdem werden Motorik, Koordinationsfähigkeit und Beobachtungsgabe geschult

Menschen, Tiere und Proportionen, Landschaften wurden in Konturen als Vorzeichnung zu Papier gebracht, die Farben ausgesucht, bis die Gemälde große Ähnlichkeit zu den Originalen aufwiesen. Sogar das kubistisch-abstrakte Bild „Die Füchse“ von Franz Marc hatten sich zwei Kinder ausgesucht.

Quelle: op-online.de

Kommentare