„Schubkraft für den Aufschwung“

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Der Ober-Röder Unternehmer Jürgen Hagenlocher fordert Investitionen in die Bildung.

Ober-Roden - (lö) Jürgen Hagenlocher, Geschäftsführer der Firma Videor in der Carl-Zeiss-Straße, ist zum Sprecher der neuen Landesfachkommission Bildungspolitik des Wirtschaftsrates gewählt worden.

Der Unternehmer nimmt Politik und Wirtschaft, aber auch Schulen und Schüler in die Pflicht.

In Bildung und Forschung muss weiter investiert werden“, fordert Hagenlocher. Hessen sei mit der Verabschiedung des neuen Schulgesetzes einen wichtigen Schritt gegangen, doch gerade jetzt komme es darauf an, das Thema Bildung weiterhin ganz oben auf der Agenda zu halten. Hagenlocher: „Die CDU in Hessen hat, insbesondere mit der neuen Selbstverantwortung der Schulen, den Weg bereits erfolgreich eingeschlagen.“

Doch viele Probleme warten noch auf eine Lösung. Daher hat der Wirtschaftsrat Hessen eine Fachkommission Bildungspolitik gegründet. Das Gremium besteht aus 15 Hochschulprofessoren, Lehrern und Unternehmern sowie Schulleitern.

Info-Ecke 

- Der Wirtschaftsrat Deutschland wurde 1963 gegründet und ist ein unternehmerischer Berufsverband.

- In ihm sind rund 11 000 Mitglieder organisiert. Er vertritt Interessen der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. 

- Die im Wirtschaftsrat organisierten Unternehmen beschäftigen etwa fünf Millionen Menschen. 

- Der Wirtschaftsrat Hessen mit Sitz in Frankfurt umfasst 21 Sektionen und hat über 1200 Mitglieder. Darüber hinaus gibt es eine Vertretung des Wirtschaftsrats auf EU-Ebene in Brüssel und in New York.

Die Kommission des Wirtschaftsrates will Bildung und Forschung in allen Lebensabschnitten voran treiben. Sparen in der Krise hält Jürgen Hagenlocher für den falschen Ansatz: „Beide Bereiche sind die wichtigsten Ressourcen für unsere Zukunft. In Zeiten wie diesen ist es daher besonders wichtig, dass Staat und Unternehmen nicht am falschen Ende sparen und Investitionen in diesen Bereichen zusammenstreichen. Damit würde Deutschland Schubkraft für den nächsten Aufschwung verlieren.“
Nachholbedarf beim Thema Wirtschaft besteht seiner Ansicht nach auch in den Schulen. Angesichts der Finanzkrise sei es nicht hinnehmbar, dass jeder dritte Jugendliche das Prinzip „Angebot und Nachfrage“ nicht verstehe und jeder zweite mit dem Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ nichts anzufangen wisse. Bundesweit mobilisiert der Wirtschaftsrat Unternehmer für ein Engagement in den Schulen. Vorträge und Betriebsbesuche sollen helfen, fehlende Grundkenntnisse in Wirtschaftsfragen zu vermitteln.

Quelle: op-online.de

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