Zusatzräume für Schule an den Linden

Engpass fürs Erste beseitigt

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Urberach - Der Förderverein der Schule an den Linden hat erstmals einen Aufnahmestopp für die Betreuung verhängt, weil ihm Räume fehlen, 55 künftige Erstklässler stehen auf der Warteliste.

Förderverein, Elternbeirat und Schulleitung suchten am Donnerstagabend nach Auswegen aus der Raumnot und fanden auch einen Kompromiss.

Mitte März hatte der Förderverein die Reißleine gezogen und Absagen verschickt. 55 Eltern schauten in die Röhre. Für viele sei das ein Schock gewesen, sagte Dr. Ulrike Eckenbach, die Vorsitzende des Schulelternbeirats. Etliche Eltern beschwerten sich bei Bürgermeister Roland Kern, obwohl die Stadt formal gar nichts mit der Schülerbetreuung zu tun hat. Kerns Einschätzung: „Das ist eine große Baustelle.“

Kinder bleiben immer länger

In den derzeitigen Räumen kann der Förderverein maximal 100 Kinder pädagogisch qualifiziert betreuen, erläuterte Vorsitzender Hans-Jörg Vetter. Immer mehr Kinder bleiben immer länger: „60 Prozent besuchen die Betreuung bis 15.30 Uhr, weitere 20 Prozent der Kinder sind bis 17 Uhr angemeldet.“

Kinder, die täglich sieben bis zehn Stunden in der Schule verbringen, brauchen Rückzugsmöglichkeiten und frei gestaltbare Spielräume. Die drei Räume, die dem Förderverein bisher zur Verfügung stehen, reichen nicht. Dieses Problem, so Vetter, diskutiert der Vorstand seit zwei Jahren mit der Schulleitung - bisher ergebnislos.

Am Donnerstagabend überraschte Rektor Thomas Pohl die Eltern mit der Ankündigung, dass der bisherige Englischraum mit Beginn des neuen Schuljahres zum Vorklassenraum mit Ruhe- und Bastelecke umgebaut wird und der Betreuung ab 12 Uhr offen steht. Außerdem kann der Förderverein den Werkraum und einen weiteren Raum nutzen.

Zunehmende Zahl an Erstklässlern

Pohl wies gegenüber unserer unserer Zeitung allerdings darauf hin, dass die Schule dem Förderverein „nicht unbegrenzt Räume zur Verfügung stellen kann“. Momentan seien fünf Klassenzimmer frei. Diese Zahl schrumpfe im kommenden August auf drei und im Sommer 2014 auf zwei. Als Grund nannte der Rektor die zunehmende Zahl an Erstklässlern.

Der Förderverein will jetzt nachrechnen, wieviele der 55 Kinder er zusätzlich aufnehmen kann. Um 15 Namen würde laut Vetter die Warteliste schrumpfen, wenn die Schule an den Linden dem Beispiel anderer Schulen folgt und den Förderverein bei der Hausaufgabenbetreuung entlastet. Die Stadt will darüber hinaus vier Betreuungsplätze für Härtefälle schaffen.

Quelle: op-online.de

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