Jugendfeuerwehren

Seifenkisten in sausendem Tempo

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Nicht umsonst ist die Wagnerstraße in Urberach seit vielen Jahren Austragungsort des kreisweiten Seifenkistenspektakels der Jugendwehren. Ihr Gefälle ermöglicht es richtig in Schwung zu kommen, ohne wirklich gefährdet zu sein.

Urberach - Die Wagnerstraße stand am Samstag ganz im Zeichen des spektakulären Seifenkistenrennens der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Offenbach. Der Siegerpokal ging an die Mannschaft Rodgau-Süd 2.

Schon die Vorbereitungen für die 270 Meter lange Strecke sind weit umfangreicher, als es so aussieht. Es ist schon allein gar nicht mehr einfach, die Strohballen zur Sicherung der Strecke für Fahrer und für Zuschauer aufzutreiben, seit die meisten Bauern ihr Stroh nur noch die riesigen Ballen pressen – glücklicherweise gibt’s da noch den Bauern Carlo Geis und dank guter Beziehungen zur Eppertshäuser Wehr aus der Nachbargemeinde auch kleine Strohballen.

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Unfallfrei geflitzt

Neben das Vergnügen der Abfahrten hat ein Berg wie die Wagnerstraße nun auch das Hinaufschieben gesetzt. So kamen die Mitglieder der 13 Mannschaften bei hochsommerlichen Temperaturen ganz schon ins Schwitzen. Alle Teilnehmer waren zwischen zehn und 17 Jahren alt. Zahlreiche Mädchen waren mit derselben Selbstverständlichkeit am Start wie die Jungen. Lange Haare wehten aus dem Helm heraus.

Sefenkisten werden geprüft

Die Seifenkisten werden zwar vorab durch die Kreisjugendfeuerwehrleitung auf funktionierende Bremsen geprüft und kamen diesmal auch absolut unfallfrei über die Piste, doch so manche kleinen Defekte machten schnelle Hilfe nötig. Dass sie hier stets ansprechbar und im Nu auch im Einsatz war, dafür bekam die Jugendfeuerwehr Rodgau-Süd am Ende den Fairnesspokal des Turniers überreicht. Die Kinder und Jugendlichen aus Nieder-Roden und Dudenhofen hatten wie in einer Boxengasse jedes Gefährt mit einem kleinen Gabelstapler im Nu in die Höhe gehievt und erste Hilfe geleistet.

Die Strohballen zur Absicherung der Strecke vor allem in den Kurven dienten den fleißigen Helfern auch als Zuschauergalerie.

Sie waren es auch, die am Ende das Feld nicht nur neben, sondern auch auf der Strecke dominierten. Nach Abzug der Zeit des langsamsten der fünf Fahrer brachte die Addition die Sieger zutage. Den größten Pokal überreichten Kreisjugendfeuerwehrwart Carsten Gerhold und Werner Popp als Vertreter der Stadt Rödermark der zweiten Mannschaft aus Rodgau-Süd. Das Team aus Nieder-Ramstadt I wurde Zweiter. Die erste Mannschaft aus Rodgau-Süd belegte den dritten Platz vor der Jugendfeuerwehr Offenthal. Urberach und Ober-Roden lagen einträchtig auf dem sechsten und dem fünften Platz nebeneinander.

Prüfungen Jugendflamme Stufe II wurde abgenommen

Die siegreiche Seifenkiste aus Rodgau-Süd: Material und Mannschaft sowie ein gutes Serviceteam brachten den Erfolg.

Parallel zum Renngeschehen wurden die Prüfungen zur Jugendflamme Stufe II auf dem Gelände der Feuerwehr Urberach abgenommen. Dieses Leistungsabzeichen wurde vor fünf Jahren eingeführt. Alle 17 Teilnehmer aus den Jugendwehren des Landkreises haben bestanden, darunter auch vier Urberacher und sieben Ober-Röder Floriansjünger. Die Urberacher haben auch schon Großes fürs kommende Jahr geplant: Derzeit ist nach der Renovierung des Jugendraumes das Geld knapp, doch demnächst möchten sie eine „Senioren-Seifenkiste“ bauen – dann geht’s auch bei den Großen zur Sache.

Quelle: op-online.de

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