Alleine, aber nicht verlassen

Rödermark - Der Seniorenbesuchsdienst der Stadt und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) erhält kompetente Verstärkung. Der Caritasverband unterstützt das Angebot an immobile und hochbetagte Rödermärker künftig.

Derzeit besuchen 23 Ehrenamtler 24 Senioren einmal die Woche für 60 bis 90 Minuten. Das Projekt soll Vereinsamung verhindern und nachbarschaftliches Engagement fördern. Der Caritasverband Offenbach konnte jetzt als weiterer Kooperationspartner gewonnen werden. Ute Kern-Müller, die auch das Projekt „Älter werden im Quartier – gut leben und wohnen in Rödermark-Urberach“ (Projekt „So Nah“) begleitet, möchte einen generationsübergreifenden Dialog, bürgerschaftliches Engagement sowie die Stärkung einer lebendigen Nachbarschaft unterstützen.

Die Einbindung des Besuchsdienstes in das Projekt „So Nah“ fördert die Caritas bis 30. Juni 2015 mit der Finanzierung einer halben Koordinatorenstelle, die Dagny Schüler ausfüllen wird. Die gelernte Krankenschwester und erfahrene Altenpflegerin hat selbst Nachbarschaftshilfegruppen aufgebaut und geleitet und ist bisher schon in den Seniorenbesuchsdienst als Leiterin der Reflexionsrunden für die Ehrenamtlichen eingebunden. Sie wird als Ansprechpartnerin für die Senioren bereitstehen und die Ehrenamtsbeauftragte Elke Heidelbach bei der Vermittlung unterstützen.

Elke Heidelbach und die Stadt freuen sich über diese Hilfe. „Damit wird das Projekt auf solidere Füße gestellt. Wir können alles besser koordinieren, den zunehmenden Anfragen gerecht werden und neue Mitarbeiterinnen schneller einbinden.“

Um eine Verknüpfung mit anderen Einrichtungen Rödermarks, die Besuchsdienste anbieten, herzustellen und um Angebote besser planen zu können, soll ein Netzwerk „Seniorenbesuchsdienst“ unter Beteiligung von Kirchengemeinden, Seniorenhilfe und Seniorenbeirat sowie der AWO gegründet werden. Erste Besprechungen gab es schon. Großen Wert legen die Beteiligten künftig beim Besuchsdienst darauf, dass die ehrenamtlichen Helfer und die besuchten Personen aus ein und demselben Quartier stammen. Dies fördere das nachbarschaftliche Miteinander, heißt es. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft war auch in Rödermark der steigende Bedarf einer Begleitung von Senioren erkannt worden. Hier setzt seit fast zwei Jahren das Projekt „Seniorenbesuchsdienst“ an. Durch den Besuchsdienst sollen mobil eingeschränkte, allein und zurückgezogen lebende, hoch betagte Menschen betreut werden, um deren soziale Kontakte zu sichern. Die Begleitung der Senioren durch Ehrenamtler mit Besuchen, Gesprächen, Spaziergängen und mehr verschafft den Besuchten Teilhabe an der Gesellschaft.

Elke Heidelbach sucht weitere Besucher. Derzeit sind vor allem Frauen in der zweiten Lebenshälfte ehrenamtlich tätig. Sie profitieren bei ihrem Engagement von ihren beruflichen und lebenspraktischen Erfahrungen und setzen eigene Ideen um, bringen so ihre Kompetenzen ins Gemeinwesen ein und gestalten selbstbewusst ihr Lebensumfeld mit. Aber auch junge Frauen und derzeit ein Mann machen mit.

(bp)

Quelle: op-online.de

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