Sicherer in der Bahn

+
Die mit Zertifizierungsurkunden zum Bus- und Bahnbegleiter frisch ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs der NBS: André Schwarz, Anne Kathrin Höfling, Deniz Kollmer, Dennis Zischka, Dustin Leist, Jeanny Marie Keßler, Kim Lucinde Dicke, Laura Weigand, Lisa-Alina Gasche, Lucas rau, Melissa Borsbach, Philipp Robin Stadtmüller, Selina Brkic, Selina Ockenfeld und Tobias Krauße.

Ober-Roden - (chz) Aus den Händen der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger nahmen gestern Morgen 15 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 der Nell-Breuning-Schule (NBS) in Ober-Roden ihre Abschlusszertifikate als Bus- und Bahnbegleiter in Empfang.

Sie werden künftig in den Buslinien OF-95 und OF-96 sowie auf der S-Bahn-Linien S1 und in Schulbussen dafür sorgen, dass es für die Jugendlichen stressfreier zum Unterricht und nach Hause geht; ein Ausweis belegt ihre Qualifizierung.

Wohl selten war eine Veranstaltung der Nell-Breuning-Schule so gut bewacht wie am Montag Morgen im Foyer der Sporthalle Ober-Roden - vom Polizeipräsidenten Heinrich Bernhardt und dem polizeilichen Jugendkoordinator des Präsidiums Südosthessen Michael Schmitter über den Leiter der Polizeistation Dietzenbach Klaus-Peter Daube bis zum lokalen Beamten war die Polizei stark vertreten. Hinzu kamen mehrere Offizielle, was den hohen Stellenwert der Veranstaltung dokumentierte.

Außer Claudia Jäger bekundeten auch Vertreter des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, Thorsten Gotta, Vertreter der Stadt Rödermark, Jürgen Hoffmann (Chef der Kreisverkehrsgesellschaft) und Jochen Zeller für die NBS den hohen Wert des aktiven Engagements in der Kriminalprävention. In ganz Hessen sind zwischenzeitlich rund 600 junge Menschen für diese Aufgaben ausgebildet worden, allein bei den Kreisverkehrsbetrieben über 300.

In einem dreimonatigen Schulungsprogramm werden unparteiische Überzeugung durch Gespräche, richtige Einschätzung der Lage und selbstbewusstes Auftreten geübt - allerdings nie im direkten Einsatz, weshalb auch immer wieder vermittelt wird: „Ihr seid nicht alleine, im Ernstfall zieht euch zurück und ruft die 110 - riskiert nichts!“ Ziel ist es, das von den Städten mit bezuschusste und von den Schulen unterstützte Programm an allen weiterführenden Schulen durchzuführen, um mehr Sicherheit bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs zu erreichen. „Damit beschränkt sich dieser Sicherheitsaspekt nicht nur auf die Schülerinnen und Schüler, sondern wirkt sich ebenso positiv auf alle anderen Fahrgäste aus“, so Claudia Jäger.

In dieser zweiten Gruppe, die in der NBS diese Ausbildung mit dem Projektleiter Uwe Böer der KVG Offenbach mitgemacht hat, wurden 15 Schülerinnen ausgezeichnet, die in Rödermarks Stadtteilen, in Dietzenbach, Dudenhofen, Hainhausen und Nieder-Roden wohnen. Philipp Robin Stadtmüller etwa fährt täglich mit der S1 aus Dudenhofen zum Bahnhof Ober-Roden und dann mit dem Bus OF-95 zur Schule und nachmittags zurück.

„Ich werde erst beobachten und herauszufinden versuchen, wer mit irgendeiner Eskalation angefangen hat, dann versuchen zu beruhigen und auseinander zu bringen. Aber wenn ich merke, dass dies nichts bringt, werde ich mich zurückziehen und im Notfall Hilfe rufen“, beschreibt er sein Vorgehen im Fall der Fälle.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare