Neue Anlage bald fertig 

Skater wollen hoch hinaus

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Robin Ferl und Dutzende von Freunden haben fünf Jahre für eine neue Skateranlage hinterm Badehaus gekämpft. Die gut 20 Jahre alte Halfpipe sei nur etwas für Könner, argumentierten sie. Anfängern flößt die 2,50 Meter hohe und steile Rampe zu viel Respekt ein.  

Urberach - Jugendliche trommeln seit fünf Jahren für eine Anlage mit Quarterpipe, Rail und Wobbles. Und tragen zu den Baukosten von rund 100.000 Euro sogar ihr Scherflein bei.

Die Stadt baut für rund 100.000 Euro eine Skaterbahn, die auch für Anfänger und weniger coole Fahrer zu bewältigen ist. Denn denen war die alte Halfpipe auf der Badehaus-Wiese zu hoch und zu steil. Am Dienstagnachmittag griffen sechs Jugendliche zum Spaten und begannen symbolisch die Arbeiten. Die Anlage soll Mitte September fertig sein, damit die Skater noch im Spätsommer ihre Aerials (Luftsprünge), Lip Tricks (Stopps auf der Kante) und Slides (Schlittern auf Geländern) vorführen können.

Assistiert von Bürgermeister Roland Kern und Erstem Stadtrat Jörg Rotter griffen sechs Jugendliche zu fünf Schaufeln und nahmen den symbolischen Spatenstich vor.  

Vor fünf Jahren hatten Jugendliche erstmals bei Bürgermeister Roland Kern wegen einer Skaterbahn angeklopft und seither nicht mehr locker gelassen. Spielplätze für Kinder gibt"s reichlich in Rödermark. Der Altersgruppe von zwölf Jahren aufwärts bleibe dagegen oft nur die Wahl zwischen Abhängen und Computerspielen. Sie sammelten mehr als 300 Unterschriften, bauten ein Modell und legten sogar einen Finanzplan inklusive Selbstbeteiligung vor. Das Scherflein der Skater betrug 1200 Euro: 700 Euro Preisgeld eines Kreiswettbewerbs Jugendinitiative, 500 Euro aus Sammelbüchsen, die sie in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen aufgestellt hatten.

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Landschaftsarchitekt Dr. Rolf Schepp erläuterte beim ersten Spatenstich die technischen Details. Die Skaterbahn mit elf Geräten hat eine Fläche von 300 Quadratmetern. 30 Kubikmeter hochwertiger Beton, der speziell geglättet wird, ermöglicht reibungsloses Rollen. Aus dem Erdaushub modelliert Schepp einen Hügel, in den er 15 Sitzquader für rastende Skater oder ihre Fans einlässt. Das gesamte Areal ist 600 Quadratmeter groß.

Der 14-jährige Robin Ferl, der von Beginn an dabei ist, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass es nach dieser langen Zeit endlich geklappt hat und dass wir unseren eigenen Skatepark in Urberach bekommen. Natürlich sind wir auch etwas stolz, dass wir nicht aufgegeben haben und immer am Ball geblieben sind.“

Quelle: op-online.de

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