VdK-Ortsverband Urberach

Solidarisches Miteinander vorleben

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Der gemischte Chor des KSV Urberach unter der Leitung von Gerda Stockinger trat gegen Ende der Feierstunde auf.

Urberach - Der VdK-Ortsverband Urberach feierte am Samstag sein 70-jähriges Bestehen. Die Redner in der Kelterscheune thematisierten unter anderem die sich im Laufe der Jahre verändernden Schwerpunkte der VdK-Arbeit.

Der Ortsverband Urberach wurde am 1. März 1948 als Teil des Landesverbandes des „Verbandes der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen“ gegründet. Der Kampf um ein staatliches Versorgungssystem sowie die unbürokratische Unterstützung der Kriegsopfer und Hinterbliebenen war viele Jahre lang Zentrum der Aktivitäten.

Heute macht die Kriegsopferversorgung nur noch einen Bruchteil der Arbeit aus. Rat und Unterstützung in sozialen Fragen ist ein Schwerpunkt. Die Mitglieder kommen zum VdK, etwa weil sie Probleme mit der Kranken- und Pflegeversicherung haben, Hilfestellung beim Rentenantrag oder bei der Anerkennung einer Schwerbehinderung benötigen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Erst vor sieben Monaten hatte Anita Poschmann beim VdK Urberach das Amt der Vorsitzenden übernommen. Sie freute sich am Samstag über die gut besuchte Kelterscheune. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, dass der VdK „kein isoliertes Verbandsleben führt, sondern stets einen guten Kontakt und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen pflegt“, meinte Anita Poschmann in ihrer Rede.

Anita Poschmann ging auf die Geschichte ein.

Die Mitglieder seien, so Poschmann, gerade in der Anfangszeit des VdK kurz nach dem Krieg durch ein ähnliches Schicksal eng miteinander verbunden gewesen. Dieses starke Gemeinschaftsgefühl habe jedoch auch dazu geführt, dass die VdKler eine in sich geschlossene Gruppe bildeten, die auf Außenstehende auf allen Ebenen des Verbandes nicht sehr offen wirkte. Der Nachwuchs blieb eine Zeit lang aus, die Mitgliederzahlen gingen auch im Urberacher Ortsverband zurück. Mit viel Engagement habe man dieser Entwicklung entgegen wirken könne, so Poschmann. Aktuell hat der VdK Urberach 289 Mitglieder.
Der VdK, so Anita Poschmann, sieht sich nicht mehr nur als reiner Dienstleister. Vielmehr sollen die Menschen für die Grundidee des VdK begeistert werden. Dazu gehöre das Vorleben eines solidarischen Miteinanders. „Wer selbst Hilfe erfahren hat, sollte auch anderen Menschen Hilfe zukommen lassen - sei es durch persönlichen Einsatz oder durch Treue zum Verband.“

„Wir haben in der Vergangenheit viel bewegt und werden uns auch künftig nicht auf unseren bisherigen Erfolgen ausruhen“, versprach Anita Poschmann. Der Verband zähle mit etwas mehr als 70 Jahren keineswegs zum alten Eisen. „Im Gegenteil: Er gewinnt mit dem Alter an Ansehen, seine Stimme an Gewicht. Ohne den besonderen Einsatz jedes einzelnen Mitstreiters in unserem Ortsverband wäre dies nicht möglich.“

Glückwünsche gab es anschließend auch in den Grußworten von Hartmut Maier, dem Vertreter des VdK Landesverbandes Hessen-Thüringen, dem Kreisbeigeordneten Carsten Müller, Bürgermeister Roland Kern, Bernd Koop, dem Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Ober-Roden und des Bezirksverbandes Darmstadt, und Klaus-Joachim Rink als Vertreter des VdK Nieder-Roden.

Bilder: Frühlingsmarkt in Rödermark

Musikalisch wurde die Feierstunde vom 16-jährigen Gitarristen Elias Roth begleitet. Zudem trat auch der gemischte Chor des KSV Urberach unter der Leitung von Gerda Stockinger auf. Zu sehen war in der Kelterscheune auch die Wanderausstellung des VdK, die unter anderem die Anfangszeit des Verbandes thematisierte. (ey)

Quelle: op-online.de

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