Bis Sommer 70 neue Betreuungsplätze

Ober-Roden - (lö) Die Stadt will bis zum neuen Schuljahr 70 weitere Betreuungsplätze für Grundschüler in Ober-Roden schaffen. Bisher gibt‘s im Stadtteil 75 städtische Hort- und 62 Betreuungsplätze des Fördervereins der Trinkbornschule. „Die Situation hatte sich sehr zugespitzt“, erklärte Bürgermeister Roland Kern gestern. Rund 75 Kinder warten in Ober-Roden auf einen Platz.

Eltern wissen oft nicht, wo sie ihr Kind unterbringen, wenn sie nachmittags arbeiten.

20 Extra-Plätze entstehen im „Zehnthof“ neben dem Rathaus: Dort mietet die Stadt den leer stehenden Schlecker-Markt. Im Kindergarten Potsdamer Straße verzichten die Erzieherinnen auf ihren Gemeinschaftsraum - das bringt ebenfalls 20 Plätze. Im Kinderhort in der Trinkbrunnenstraße hat die Stadt der Mieterin der Dachwohnung gekündigt (15 Plätze) und das Bistro aufgegeben (fünf Plätze). Zehn Betreuungsplätze werden im Kindergarten Amselstraße beziehungsweise dem Bürgertreff Waldacker geschaffen.

Diverse Umbauarbeiten - vor allem im „Zehnthof“ - sowie neue Möbel kosten nach Auskunft des Bürgermeisters rund 58 000 Euro. Zu dieser relativ geringen Einmal-Investition kommen jährlich 165 000 Euro Personalkosten und Mieten. Dem stehen Einnahmen durch Elternbeiträge in Höhe von 142 000 Euro gegenüber.

„Diese Plätze sind aber nur eine Übergangslösung für zwei Jahre“, sagte Kern. Dann soll der 1,6 Millionen Euro teure Betreuungs-Neubau auf dem Hof der Trinkbornschule fertig sein. Und dann soll auch ein Konzept vorliegen, das die Betreuung von den städtischen Kinderhorten komplett in die Grundschulen verlagert.

Quelle: op-online.de

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