Sommergarten der TS Ober-Roden

Freiwillige Helfer an ihren Grenzen

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Auch am vorletzten Tag des TS-Sommergartens ist das Gelände voll besetzt - nicht zuletzt auch wegen der traditionellen alljährlichen Paella.

Ober-Roden - 2017 war ein gutes Jahr für den dreiwöchigen Sommergarten der TS Ober-Roden. Das Wetter, die Besucherzahlen und das Umfeld – so etwa auch die Akzeptanz durch die Nachbarn – stimmten.

Und damit wohl auch die Umsätze, die zumindest einen kleinen Ausgleich für die viele investierte Arbeit bringen. Die Turnerschaft kann sich auf ihr Publikum verlassen. Nicht nur bei Punktspielen, sondern auch bei Veranstaltungen. Der Sommergarten war dafür wieder Beweis. Nicht nur die Kasse stimmte, sondern auch das Klima unter den Mitgliedern, die Dienste übernommen hatten.

TS-Geschäftsführer und Organisationsmitglied Norbert Eyßen ist zufrieden: „Es ist schon Klasse!“ Mit „es“ meint er die dreiwöchige Erfolgsstory, welche die TS seit 1995 fortschreibt. Damals startete der erste Sommergarten mit rund 170 Sitzplätzen; inzwischen sind es 550. Und das ist gut so, denn im Schnitt waren es auch in diesem Jahr gut 300 Besucher pro Abend, am letzten Freitag sogar gut 450. „Wir sind froh, dass wir so ein großes Platzangebot haben, so können die Besucher locker in Gruppen zusammensitzen. Und wenn"s spontan regnet, sind immer noch etwa 150 Plätze überdacht“, freut sich Norbert Eyßen. Den Gästen kam dies mehrmals zugute – vor allem in den ersten vier Tagen, als immer wieder mal Regenschauer den Sommergarten überraschten. Richtige Wetterprobleme gab"s höchstens zwei-, dreimal; das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch.

„Besonders gut waren natürlich die drei Abende mit Musikprogramm besucht, doch mehr wird es dennoch nicht werden – ebenso wie wir den Zeitraum des Sommergartens auch nicht erweitern werden.“ Viele Bürger fragen nach, ob es nicht mehr als die ersten drei Ferienwochen sein könnten, doch diese Zeit ist inzwischen schon so eingeprägt und erhöht den Zuspruch wohl mehr als eine verlängerte Öffnungszeit, die vor allem die Dienstleute sehr viel mehr belasten würde. „Es kann höchstens sein, dass wir beim nächsten Stadtderby, das hier bei uns ausgerichtet wird, eine Woche dranhängen – das könnte uns allerdings schon nächstes Jahr passieren, nachdem TG und KSV für zwei Jahre ausgestiegen sind.“

Bilder vom ersten Wochenende des Rödermark-Cups

Der gesamte Vorstand freut sich vor allem über die verständnisvollen Nachbarn und das sehr angenehme und disziplinierte Publikum, wozu immer mehr auch Familien gehören, die mit ihren Kindern zwischendrin auf dem Rasen kicken und spielen. „Doch wenn abends die letzte Runde eingeklingelt wird, ist tatsächlich spätestens eine halbe Stunde danach hier alles abgeschlossen.“

Damit sich die starke Belastung vor allem am Verkaufsstand minimiert, wird sich der Verein bis zum nächsten Jahr eine zusätzliche Lösung einfallen lassen. „Wir mussten da auch erst aus der Erfahrung lernen“, bekennt der Geschäftsführer, der aber zugleich sehr erfreut ist über den starken Zusammenhalt der Abteilung rund um diese Veranstaltung. „Der Vorstand muss sich dafür natürlich auch selbst in die Dienste mit einreihen und mit gutem Beispiel vorangehen.“

Die letzten Tage des Sommergartens bei der TS sind schon längst Kult geworden, so auch der Paella-Genuss am letzten Abend: zwei große Pfannen davon bereitete der Koch Alfonso Martin auch diesmal dafür vor, jede basierend auf sechs Kilo Reis mit vielen köstlich duftenden Zutaten. Schon zwei Stunden bevor die Warmhaltefolie vorsichtig von der ersten Riesenpfanne gelöst und die ersten der zweimal 60 Portionen zügig verteilt wurden, konnten die Hungrigen ihre Portion vorab „einkaufen“ – denn wenn die Pfannen leer sind, ist für definitiv Schluss mit der leckeren TS-Paella. (chz)

Bilder: Reserve der TS gewinnt Derby in Ober-Roden

Quelle: op-online.de

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