Sonnenlicht wird Geldquelle

Ober-Roden (lö) - Die Turngemeinde ist unter die Stromproduzenten gegangen und finanziert mit Energie aus Sonnenlicht ihr neues Hallendach. Eine 350 Quadratmeter große Photovoltaikanlage ging Mitte der Woche in Betrieb.

Zunächst speist die TGO den Ökostrom ins öffentliche Netz ein und kassiert dafür rund 7 000 Euro pro Jahr: Die so genannte Einspeisevergütung beträgt 27,8 Cent je Kilowattstunde und ist auf 20 Jahre garantiert.

Vorsitzender Karlheinz Weber denkt aber schon einen Schritt weiter: „Die Anlage ist so konzipiert, dass wir den Strom auch selbst verwenden können. Das rechnet sich, wenn die Kilowattstunde einmal teurer wird als die 27,8 Cent, die wir bekommen.“ Warmwasser für die Duschen der Sportler produziert das Sonnenkraftwerk auf der Hallen-Südseite jedoch nicht. Die Kosten für die Leitungen standen, so Karlheinz Weber, in keiner Relation zur Energie-Ersparnis.

Die Sanierung des 54 Jahre alten Hallendaches war nach so langer Zeit unumgänglich geworden. 160 000 Euro muss der Verein dafür aufwenden. Bei der Finanzierung orientierte sich der Vorstand an einem Modell, mit dem schon der Tennisclub Ober-Roden und der BSC Urberach die Reparatur bezahlbar machen und der Umwelt Gutes tun.

An der eigentlichen Dachsanierung beteiligen sich Stadt, Kreis, Land, Sportkreis und Landessportbund. Außerdem beschloss die TGO bei ihrer Hauptversammlung Ende April, die Mitglieder in die Pflicht zu nehmen: Erwachsene zahlen 2011 und 2012 jeweils eine Umlage von 15 Euro.

Die Photovoltaikanlage muss der Verein ohne Zuschüsse aus öffentlichen Kassen finanzieren. Aber dank der Einspeisevergütung trägt sie sich selbst. Und wenn die Sonne besonders intensiv scheint, bleiben sogar noch ein paar Euro übrig.

Quelle: op-online.de

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