Knackpunkt ist die Finanzierung

Sozialarbeit an Schulen verbessern

Rödermark - Politiker aller fünf Fraktionen fordern den Ausbau der Sozialarbeit an der Trinkborn- und der Nell-Breuning-Schule sowie die Einführung von Schulsozialarbeit an der Urberacher Grundschule an den Linden. Zum Knackpunkt könnte die Finanzierung werden.

Nämlich dann, wenn die Stadt das Personal selbst bezahlen muss. Schulen müssen immer häufiger Erziehungsarbeit leisten. Sprich: Das tun, was Eltern daheim nicht können oder wollen. „Lehrer können diesen steigenden Anforderungen alleine nicht gerecht werden. Um den Kindern und Jugendlichen das Verfolgen des Unterrichts zu erleichtern, ihnen eine bessere Stütze für das Leben geben zu können, das Abtriften auf die schiefe Bahn zu verhindern, aber auch um das Lernumfeld für die lernwilligen Schüler zu verbessern, kommt der Schulsozialarbeit eine immer wichtigere bis elementare Rolle zu“, sagt der stellvertretende FDP-Vorsitzende Dr. Rüdiger Werner. Der Vorstoß für mehr Sozialarbeit ging von den Liberalen aus, die vier anderen Parteien schlossen sich der Initiative an.

Sozialarbeit wird schon lange an der Nell-Breuning- und seit zwei Jahren an der Trinkbornschule geleistet. An der Schule an den Linden in Urberach gibt es noch keine Sozialarbeit. Zuständig sind eigentlich Kreis und Land, mit denen der Magistrat über einen Ausbau beziehungsweise den Aufbau verhandeln soll. Minimalziel dieser Gespräche, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger, soll die Schaffung von zwei halben Stellen zum Schuljahr 2018/2019 sein.

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Auch Sozialdezernent Jörg Rotter begrüßt die nunmehr interfraktionelle Initiative grundsätzlich. Zugleich warnt er: „Wir reden trotz des Schutzschirmvertrags über eine freiwillige Leistung der Stadt. Zur unangenehmen Wahrheit gehört auch die Frage, wer das bezahlt.“ Rotter befürchtet, dass Rödermark dauerhaft auf den Kosten sitzen bleibt, wenn der Magistrat jetzt Sozialarbeiter einstellt. Die Eigenfinanzierung durch die Stadt dürfe in den Verhandlungen mit dem Kreis nur „die allerletzte Option“ sein, sagt Kruger. Seine Partei wäre aber bereit, das nötige Geld auszugeben. (lö)

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Quelle: op-online.de

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