Sozialtag auf dem Dachgebälk

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Beim Sozialtag der Firma Perkin Elmer bekam die Waldstadt eine Grillhütte.

Rödermark (lö) - Biologen, Chemiker, Ingenieure, und Außendienstler des Jügesheimer Analyse-Spezialisten Perkin Elmer hatten gestern den Laborkittel oder den feinen Zwirn im Schrank gelassen und waren in Arbeitskleidung geschlüpft.

Beim Social Day taten sie in Rödermark Gutes - und das gleich an drei Stellen. Im Taubhaus-Kindergarten strichen sie quadratmeterweise Wände, am Berngrundsee schafften sie Nistmöglichkeiten für die Uferschwalbe, und in der Waldstadt bauten sie eine Grillhütte.

Elf Männer deckten das Dach oder verschraubten Balken für die Seitenwände. „Das Interesse war riesig, ursprünglich hatten sich sogar 18 freiwillige Helfer gemeldet“, freute sich Kurt Vollmer, der Hausherr der Kinderstadt. Sieben schickte er zum Schaufeln und Büscheroden an den See.

Kompliziertes Projekt

Der Ober-Röder Zimmermeister Dieter Sipa hatte ganze (Vor-)Arbeit geleistet und ein Grundgerüst aus soliden Balken auf ebensolche Fundamente gestellt. Ein dermaßen kompliziertes Projekt könne nicht allein von ehrenamtlichen Helfern bewältigt werden. Außerdem hatte er einen Bauantrag bei der Unteren Naturschutzbehörde gestellt, die ja bekanntlich ein besonders wachsames Auge auf die Hüttenansammlung im Wald hat.

Sipas Kurzzeit-Kollegen waren „handwerklich nicht ganz unbegabt“, versicherte Perkin Elmer-Mann Olaf Paulsen. Einer hat sogar sein Haus weitgehend in Selbsthilfe gebaut - kein Wunder also, dass in der Grillhütte bald Steaks oder Würstchen brutzeln können.

Analysegeräte für Medizin und Umweltschutz

Perkin Elmer entwickelt Analysegeräte für Medizin und Umweltschutz und operiert weltweit. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in den USA. Von dort kommt auch die Idee des Sozialtages, bei dem Taten statt Worte zählen. Die Mitarbeiter werden motiviert, sich zu engagieren und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu zeigen. 2011 hatten einige von ihnen den 24-Stunden-Lauf des Vereins Gemeinsam mit Behinderten durch Thekendienst unterstützt.

Für den zweiten Social Day musste das Unternehmen lange suchen, bis es in Elke Heidelbach vom Rödermärker Ehrenamtsbüro die richtige Partnerin fand. Sie schlug Ende Mai drei Projekte zur Auswahl vor und war vom Zuspruch überrascht: Weil fast 40 Freiwillige kräftig mit anpackten, konnten alle drei in Angriff genommen werden.

Quelle: op-online.de

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