Fast 21 .000 Rödermärker dürfen ihre Stimme abgeben

Ein spannendes Kandidaten-Quartett

Rödermark - 20 716 Rödermärker entscheiden am 5.  Februar über den neuen Bürgermeister. CDU, AL/Grüne, SPD und FDP sind sicher, ihre Asse auszuspielen. Die Frage ist nur: Wer macht den Stich? Wir stellen die Kandidaten vor und beleuchten kurz die Hintergründe. Von Michael Löw 

Carsten Helfmann (CDU), Roland Kern (AL), Samuel Diekmann (SPD), Tobias Kruger (FDP): In dieser Reihenfolge stehen die Kandidaten der Bürgermeisterwahl auf dem Stimmzettel. Heute beantwortet das Quartett ebenfalls in dieser Reihenfolge die Fragen eines persönlichen Steckbriefs. In den nächsten Wochen erläutern die Bewerber ihre Positionen zu wichtigen Themen von Sozialpolitik bis Stadtentwicklung. Am 5. Februar findet in Rödermark die fünfte Bürgermeister-Direktwahl seit 1994 statt.

Immer dabei war der heutige Verwaltungschef Roland Kern. 1994 und 2000 hatte er das Nachsehen gegen Alfons Maurer, 2005 siegte er in einer Stichwahl gegen den Ersten Stadtrat Alexander Sturm. 2011 setzte er sich im ersten Wahlgang gegen Norbert Rink (CDU), Stefan Junge (SPD), Hans Gensert (FDP) und Manfred Rädlein (Freie Wähler) durch.

Ursprünglich wollte Kern nach zwölf Jahren im Amt am 31. Mai in Pension gehen. Doch nach dem Rückzug des mit viel Vorschusslorbeeren bedachten AL-Kandidaten Karl Schäfer entschloss er sich im November zu einer erneuten Kandidatur. Bei seiner Nominierung kündigte er an, im Fall eines Sieges keine sechs Jahre im Amt zu bleiben, sondern schon nach 25 Monaten zurückzutreten. Dann müssten die Rödermärker im Winter 2019 zum sechsten Mal einen Bürgermeister wählen.

CDU-Kandidat Carsten Helfmann hat mit Roland Kern drei Dinge gemein: Beide bewerben sich als amtierende Bürgermeister um den Bürgermeisterposten, beide sind Nachrücker - Helfmann wurde nach dem krankheitsbedingten Rückzug des Ersten Stadtrats Jörg Rotter nominiert -, und wie Kern hat Helfmann schon viele Wahlkampfschlachten geschlagen. 2003 wurde er im Alter von nur 29 Jahren erstmals zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Eppertshausen gewählt. Zweimal wurde er mit jeweils 90 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt - zuletzt ohne Gegenkandidat.

Samuel Diekmann (SPD) ist der Bürgermeisterkandidat mit der längsten Vorlaufzeit. Schon 2014 hatte der Pastor und Pastoren-Vermieter angekündigt, Roland Kern 2017 beerben zu wollen. Der 35-Jährige präsentiert sich als unverbrauchter Quereinsteiger in die Rödermärker Kommunalpolitik. Damit dürfte er mindestens ein Ziel erreichen: Besser abschneiden als die letzten beiden SPD-Bewerber. Stefan Junge schaffte 2011 magere 4,6 Prozent, Norbert Schultheis kam 1999 auf 13,3 Prozent.

FDP-Kandidat Tobias Kruger rechnet sich aus zwei Gründen Chancen für eine mögliche Stichwahl am 19.  Februar aus. Die Liberalen hatten bei der Kommunalwahl im März ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Und er hofft auf einen ähnlichen Effekt wie in Seligenstadt. Dort siegte sein Parteifreund Dr. Daniell Bastian gegen die haushohe Favoritin Claudia Bicherl (CDU).

Quelle: op-online.de

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