Spatzenhotels ausgebucht

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Dr. Rüdiger Werner (rechts) und viele weitere Helfer vom NABU haben den ganzen Herbst und Winter über mit Kindern Vogelhäuschen gebaut. Jetzt zogen sie ihre Winter-Bilanz und stellten ihre Pläne für den Rest des Jahres vor.

Rödermark (bp) ‐ 17 Winterfütterhäuschen zusammen mit 200 Kindern aus Kitas und Schulen zusammengebaut, 15 Vorbesprechungstermine wahrgenommen, sechs Nistkästen aufgehängt und drei Klassenbesuche unternommen - das ist die bisherige Bilanz des „Spatzenprojekts” der Ortsgruppe Rödermark des Naturschutzbundes (NABU).

Und es soll noch viel mehr dazukommen. Spätestens bis November 2010 sollen alle Schulen und Kindertagesstätten mit selbst zusammengebauten Futterhäuschen ausgerüstet sein.

Vor der Brutsaison plant der NABU weitere 40 Höhlenbrüterkästen, 15 Spatzenhotels und zehn Maueseglerkästen in den Kindertagesstätten und Schulen der Gemeinde anzubringen. Der NABU möchte zur Unterstützung des Projekts Paten für die einzelnen Objekte gewinnen, die mit ihrem Namen und ihrer Mithilfe für die Kontinuität des Engagements stehen.

Pate sind bereits Andreas Julius (KiGa Zwickauer Straße und Haus Morija), Dr. Inge Eberhardt (Kita Potsdamer Straße), Jürgen Wilzbach (Kita Motzenbruch), Siegbert Huther (Trinkbornschule und Hort), Theo Fries (Kita Amselstraße), Anke Rüger (Kita Lessingstraße) und Horst-Peter Knapp (Kita St. Gallus). Das Spatzenprojekt wird unter anderem durch Spenden der Sparkasse finanziert.

Die artgerechten Winterfutterhäuschen des NABU können auch von Außenstehenden für zehn € (als Bausatz mit Anleitung) bzw. 15 € (fertig aufgebaut) Euro beim NABU erworben werden.

Für Mitglieder und Interessierte organisiert der NABU Exkursionen und Vorträge. Beispiele: Ausflug zum Kühkopf am 17. April; Treffpunkt: 8.30 Uhr am EKZ-Breidert; Orchideenexkursion zum Berger Hang und Enkheimer Ried am 30. Mai; Treffpunkt: 9 Uhr am EKZ-Breidert.

Für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit (Stichworte hierzu sind: Insektenhotels, Futterinseln, Vorträge zur richtigen Winterfütterung, Herstellung von Vogelfutter, Waldexkursionen, Ferienangebote, Naturschutz AG, Projektwochen) mit den Kindertagesstätten und Schulen sucht der NABU Unterstützer. Ansprechpartner sind Dr. Joachim Wink (Tel.: 06074-95488), Werner Weber (Tel.: 06074-90268) oder Dr. Rüdiger Werner (Tel.: 06074-922356). Interessenten sind eingeladen, die offenen Vorstandssitzungen zu besuchen, die in der Regel am ersten Montag im Monat im Vereinsraum, Odenwaldstraße 70, stattfinden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des NABU Rödermark liegt in der Anlage und Pflege von Hochstamm-Streuobstwiesen. Jedes Jahr im November können interessierte Grundstückseigener über den NABU von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) geeignete Bäume kostenfrei bestellen.

In dem Projekt von UNB, Stadt Rödermark und NABU ist der NABU für Beratungen und Hilfestellungen bei der Pflege der Bäume und der Grundstücke zuständig. Ansprechpartner für das Streuobstwiesenprojekt ist Verena Henschler (Tel.: 06074-914199).

Auch der Biotopschutz stellt einen wichtigen Bereich der NABU-Arbeit dar. Etwa die Pflege und der Erhalt von Heidelandschaften, Sand-Magerrasenflächen und Feuchtbiotopen. Diese Gebiete stellen wichtige Rückzugsbereiche für gefährdete Tier- und Pflanzenarten dar und dienen dem Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region.

Quelle: op-online.de

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