SPD: Schlappe von 2006 wett machen

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Genossen wollen bei Kommunalwahl in Rödermark zur Partei werden „gegen die im neuen Parlament nichts geht“.

Rödermark ‐ Die SPD Rödermark geht selbstbewusst und offensiv in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs. Fraktionsvorsitzender Armin Lauer attackierte bei der Vorstellung des Programms Andere Liste, FDP und Freie Wähler sowie Bürgermeister Roland Kern (AL) scharf. Von Michael Löw

Denn am 27. März wird auch der Chef der Rödermärker Verwaltung gewählt. Für die SPD tritt Parteivorsitzender Stefan Junge an.

Der schlug Kern gegenüber recht moderate Töne an, während Fraktionschef Lauer den Bürgermeister scharf angriff: „Roland Kern hat den Verkauf des Bahnhofs Ober-Roden zur Chefsache erklärt, und daran wird er sich messen lassen müssen.“ Lauer hatte schon mehrfach auf vertragliche und bauliche Altlasten aus dem Grundstücksgeschäft mit der Bahn aufmerksam gemacht und befürchtet, dass vor einem Verkauf an das Steuerbüro ConTrust noch weitere Belastungen auf die Stadt zukommen. Auch die „Kommunikations-Katastrophe“ um die Ortskernsatzung Ober-Roden lastet Lauer dem Bürgermeister an.

Einstimmig und ohne große Diskussion beschlossen die Genossen das zwölfseitige Programm „kommunal ist nicht egal“, das die SPD am 27. März zu der Partei machen soll, „gegen die im neuen Parlament nichts gehen wird“. Leitbild ist ein gerechtes, soziales und bürgernahes Rödermark, denn nur eine solche Stadt könne die zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre bestehen.

Fraktionsvorsitzender Lauer zog beim Parteitag ein positives Fazit der schwarz-roten Kooperation: „In diesem einen Jahr haben wir zentrale SPD-Forderungen mit der CDU durchgesetzt.“ Er hält eine Fortsetzung für sinnvoll, doch vor jeder Kooperations- oder Koalitionsvereinbarung habe am 27. März erst einmal der Wähler das Wort.

Quelle: op-online.de

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