Ein rühriger Spendeneintreiber

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Ober-Röder Software-Experte Peter Horn ist „Hessens Unternehmer des Monats“. Sein Verein hat seit 2001 mehr als 300.000 Euro für Tsunami-Waisen und kleine Leukämie-Patienten gesammelt.

Ober-Roden (lö) - Das Rödermärker Systemhaus Horn ist „Hessens Unternehmen des Monats“. Mit symbolischen 500 Euro ehrte Regierungssprecher Michael Bußer das große Engagement von Peter Horn.

Der Software-Spezialist hat in den vergangenen zehn Jahren mehr als 300.000 Euro Spenden für leukämiekranke Kinder in Deutschland und Tsunami-Waisen auf Sri Lanka zusammengetrommelt. „Alleine wäre das nie zu schaffen gewesen. Ich konnte mich auf Mitstreiter von den Wirtschaftsjunioren und andere Helfer verlassen“, gab er das Lob des Landes bescheiden weiter. Auch die 500 Euro hat er an die Kinderhilfestiftung und den Verein „Einfach leben „weitergegeben.

138.400 Euro sammelten Peter Horn und der von ihm gegründete Verein bei drei Spielfesten in Frankfurt für das Waisenhaus im Osten von Sri Lanka. Eine Stiftung aus der Nähe von Bonn hatte bundesweit um Hilfe für Kinder gebeten, die bei der verheerenden Flutwelle 2004 alle Angehörigen verloren hatte. Auf dieser Seite der Insel war das Elend besonders groß. Kein Tourismus, keine Öffentlichkeit, kein Geld - so lautet nicht nur dort ein verhängnisvoller Dreiklang der Katastrophenhilfe. Ein massives und damit sicheres Steinhaus für zehn Kinder und zwei Betreuerinnen sollte 15.000 Euro kosten. Zehn davon sollten gebaut werden. „Einfach leben“ wollte das Geld für eines aufbringen, am Ende reichte das Geld für zwei und die gut ausgestattete Krankenstation. Eines freut Peter Horn besonders: „Wir haben die Häuser nicht einfach hingestellt, sondern können ihren Betrieb auch auf Jahre finanzieren. Und es ist schön zu sehen, wie dort mit dem Geld ein guter Job getan wird.“

Ähnlich couragiert: „Einfach leben“

Ähnlich couragiert unterstützt „Einfach leben“ die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). 10.000 Euro verschenkte der Verein zum 25-jährigen Bestehen der Organisation. Langfristig angelegtes Geld sind die rund 2 000 Euro, die die Typisierung aller Lehrerinnen an der Trinkbornschule daheim in Ober-Roden kostete. Die knapp 40 Pädagoginnen haben ihr Blut bestimmen lassen und stehen bereit, sich Knochenmarkszellen für leukämiekranker Kinder entnehmen zu lassen.

Die Auszeichnung „Unternehmen des Monats“ wird auf Initiative von Ministerpräsident Volker Bouffier im Rahmen einer Ehrenamtskampagne der Landesregierung vergeben. Firmen können sich bei der Staatskanzlei in Wiesbaden oder im über www.engagiertes-unternehmen.de bewerben.

Quelle: op-online.de

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