Vierbeiner liebt Herrchens Aufregung

Sporthund Arnie geht nun in den Ruhestand

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Auch wenn Arnie noch immer 110 Prozent gibt bei allem, was im Agility-Sport möglich ist...

Waldacker - Rentendiskussion 67 – 68 – 70 hin oder her: Arnie ist zehn Jahre alt und seit vergangenem Sonntag Rentner. Mit umgerechneten 90 Menschen-Lebensjahren hat „Arnie the Terminator“ den ersten Teil seines Ruhestandes verdient. Von Christine Ziesecke 

...Seine Gesundheit hat für Elke und Stefan Künzel in Zukunft Vorrang.

Der Australian Shepherd aus der Zucht von „Magic Dreamland“ Ute Neldner aus Rodgau wurde am 19. August 2007 geboren – und ist damit für den Agility-Hundesport ganz einfach im Rentenalter. Das heißt nun keineswegs, dass Arnie nur noch Leckerli bekommt, zuhause auf dem Teppich sitzt und höchstens mal seine Besitzer Elke und Stefan Künzel vom Club der Hundefreunde (chw) in den Wald begleitet. Noch gibt er – wenn es irgend geht – 110 Prozent. Deshalb geht es für ihn im Agility-Ruhestand auch mit „Rally Obedience“ weiter. Dazu nehme man eine ordentliche Prise Unterordnung (Obedience) und würze sie mit einem Schuss Agility. Das Mensch-Hund-Team bewegt sich dabei möglichst schnell durch einen Parcours. Die im Schnitt 20 Stationen bestehen aus Schildern, die dem Team sagen, was an dieser Stelle zu tun ist und in welche Richtung es nach Erfüllung der Aufgabe weiter geht. Die Parcours variieren durch die Auswahl der benutzten Übungen und durch deren Reihenfolge.

Seit Juni vergangenen Jahres läuft Arnie in dieser ruhigeren Disziplin schon mal mit und hat schon vier erste Plätze eingeheimst – es geht also wohl gut weiter. „Er würde natürlich auch weiter liebend gern Agility laufen, aber seiner Gesundheit zuliebe ist damit jetzt Schluss“, erläutert Elke Künzel.

Sein erstes Agility-Turnier lief Arnie bei der Landesmeisterschaft 2009 in Flörsheim. Ihm folgten in den letzten acht Jahren vier Bundessieger-Prüfungen, vier Weltmeisterschaftsteilnahmen, drei deutsche Meisterschaften, drei German Classics und viele mehr. Bei Arnies 350. und letztem Agility-Turnier am vergangenen Wochenende – ausgerechnet wieder in Flörsheim, für ihn zum 30. Mal dort – hat es nicht für eine Platzierung gereicht, wie seine Besitzerin Elke Künzel bedauert. Dabei hatten die Künzels so auf den 60. ersten Platz gehofft – 59 hat Arnie bereits. „Aber er hat allen noch einmal gezeigt, dass Agility seine große Leidenschaft ist.“ Und sie weiß genau, wen es am härtesten trifft: „Mein Mann Stefan konnte seine Rührung nur schlecht verbergen. Zehn gemeinsame Jahre prägen einen schon sehr.“ Mann und Hund – beide brauchen dringend weiter die Turnieratmosphäre: „Dieser Hund liebt es, wenn die Menschen aufgeregt sind. Er spürt schon im Auto, wenn wir zu einem Wettkampf fahren.“

Sportart für ältere Hunde

Für Elke und Stefan Künzel (die Beiden sind seit elf und zehn Jahren Trainer beim chw) geht’s ohnehin auch bei Agility mit eigenen Tieren weiter, etwa mit dem Border Collie „Incredible Speed of Silent Storm“, der gerade in Ausbildung ist, und mit Arnies fünfjähriger Halbschwester Cody. Zum Einschlafen darf sie wie auch „Rentenhund“ Arnie abends mit ins Künzelsche Familienbett, in dem auch mal weitere Familienmitglieder Platz finden. „Demnächst kriegen wir auch ein breiteres Bett“, freut sich Elke Künzel und wünscht sich selber: „Ich wollte, ich wäre noch so fit wie Arnie, wenn ich in Rente geh’!“

Quelle: op-online.de

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