Im „Sprinter“ schnell zum Einsatz

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Der Star des Abends, der „MTF 22/19“, musste frisch poliert draußen vor der Tür der Kelterscheune im Regen stehen bleiben. Der Transporter aus Beständen der Bundeswehr kostete 40.000 Euro, die überwiegend von der Stadt finanziert wurden. Der Urberacher Feuerwehrverein beteiligte sich mit 5000 Euro an Kauf und Umrüstung des Autos.

Urberach - (chz) Viel Grund zur Freude hatte die Freiwillige Feuerwehr Urberach beim Oktoberfest in der herbstlich geschmückten Kelterscheune.

Zahlreiche Gäste, Ehrungen für verdiente Kameraden und allem voran ein neues Fahrzeug, das nun unter dem Segen durch die Urberacher Pfarrer Klaus Gaebler und Oliver Mattes steht und von Bürgermeister Roland Kern offiziell an Wehrführer Ralph Reblin übergeben wurde, bestimmten den gelungenen Abend.

Während der Nachfolger für das 28 Jahre alte Löschfahrzeug schon vom Magistrat genehmigt ist, aber erst im kommenden Jahr durch ein modernes Fahrzeug ersetzt wird, ist der notwendige Ersatz für den bei einem Einsatz verunglückten alten Leitwagen am Samstag in Dienst genommen worden. Der weiße Jahreswagen „Mercedes Sprinter“, der nach langer Recherche günstig aus Bundeswehrbeständen erworben wurde, war mit vergleichsweise geringen Mitteln, mit hohem Einsatz mehrerer Feuerwehrkameraden und letztlich durch das gestalterische Geschick von „Chefplaner“ Jörg Seitel zu einem Schmuckstück ausgebaut und umgestaltet worden.

Große Freude über Wärmebildkamera

Von den 40.000 Euro Gesamtkosten hatte die Stadt den Löwenanteil, nämlich 35.000 Euro, bezahlt. Etwa 5000 Euro steuerte der Feuerwehrverein aus Firmenspenden und Einnahmen vom Feuerwehrtag bei. Mit diesem Geld wurden die Außenbeschriftung und die Anhängerkupplung finanziert. Das Design, das auf dem Logo der Stadt wie den Emblemen der Urberacher Feuerwehr basiert, gibt dem neuen „MTF 22/19“ ein unverwechselbares und repräsentatives Aussehen, wovon sich die Gäste ebenso überzeugen konnten wie von den gelungenen notwendigen Um- und Einbauten.

Große Freude herrschte bei der Urberacher Feuerwehr auch über die Wärmebildkamera, in die der Verein dank mehrerer Spendenaktionen rund 13.000 Euro investieren konnte. Mit ihrer Hilfe können etwa bei Bränden vermisste Personen im dichten Qualm durch ihre unterschiedliche Körpertemperatur schneller erkannt und gerettet werden. Positiv beschieden hat der Magistrat auch den Antrag auf neue Wärmeschutzkleidung, welche die zum Teil mehr als 15 Jahre alte Ausrüstung spätestens im November ersetzen soll.

Ehrungen für langjährige Treue

Mitprofitieren von allen diesen Verbesserungen werden unter anderem die drei ausgebildeten Feuerwehrmänner, die neu zugezogen sind: Björn Aschemann, Torsten Scharf und Christian Ohler. Zusammen mit Kadir Kocakoyun aus der eigenen Jugend konnten sie in die Einsatzabteilung übernommen werden.

Mit Ehrungen für langjährige Treue bedankte sich der Feuerwehrverein bei seinen Mitgliedern. Anita Kurth, Josef Kurth, Dieter Rutow, Hans-Jürgen Odermann, Dirk Eder, Thorsten Götz, Jörg Seitel und Torsten Scharf wurden für 25-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr beglückwünscht. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Edmund Weiland und Rainer Allhoff geehrt. 50 Jahre ist Rudolf Sulzmann, 60 Jahre sogar Georg Schwarz bereits Mitglied im Verein - die Urberacher Wehr dankte es mit Nadeln, Urkunden und Präsenten.

Quelle: op-online.de

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