Spürbare Entlastung für viele Eltern

Halbtagsplatz in Kita ab August kostenlos

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Fast 1 000 Drei- bis Sechsjährige besuchen in Rödemark eine Regel-Kita. Ab Sommer müssen ihre Eltern für die ersten sechs Betreuungsstunden nichts mehr bezahlen.

Rödermark - Eltern, deren Kinder eine Regel-Kita besuchen, sparen ab August rund 1000 Euro pro Jahr. Sie profitieren damit von der Beitragsfreistellung des Landes, das die Kosten von täglich sechs Stunden Betreuung finanziert. Eltern von Kleinkindern schauen dagegen in die Röhre: Die Beiträge für U3-Kitas werden nicht abgeschafft.

Kostenlose Halbtagsplätze für Drei- bis Sechsjährige im Kindergarten, geringere Beiträge für die übrigen Zeitmodelle, teilweise längere Betreuungszeiten: Nachdem die schwarz-grüne Landesregierung im April das Gesetz über die erweiterte Beitragsfreistellung in der Kinderbetreuung beschlossen hat, sollen zum neuen Kindergartenjahr auch die Rödermärker Eltern von den finanziellen Segnungen profitieren. „Sie werden pro Jahr um durchschnittlich 1000 Euro entlastet“, hat Erster Stadtrat und Sozialdezernent Jörg Rotter ausrechnen lassen.

Das letzte Wort haben die Stadtverordneten, die in ihrer Sitzung am kommenden Dienstag (19.30 Uhr, Halle Urberach, siehe „Ein spannendes Finale“) über die Neufassungen der Kita-Satzung und der dazugehörigen Kostenbeitragssatzung zu beschließen haben. Doch nach den Diskussionen in den Ausschüssen und in den Fraktionen geht Rotter davon aus, dass die Vorlage aus seinem Dezernat und der Finanzverwaltung eine deutliche Mehrheit bekommt.

Konkret bedeutet dies für die Eltern: Der Halbtagsplatz in der Regel-Kita kostet ab August keinen Cent mehr. Für 2018/19 hatte die Stadt bislang 115 Euro angesetzt. Zugleich verlängert sich die Betreuungszeit um eine halbe Stunde und dauert künftig von 7 bis 13 Uhr. Für den Zweidrittelplatz – ab Sommer von 7 bis 15 Uhr statt nur bis 14 Uhr – verlangt die Stadt pro Monat 60 Euro (bisher 162 Euro), für den Ganztagesplatz bis 17 Uhr 114 Euro (bisher 209 Euro).

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Die neuen Zeiten für die drei Betreuungsmodelle wurden mit den Eltern abgestimmt, sagte Rotter gestern während der Magistratspressekonferenz. Und sie bringen nach Ansicht des Ersten Stadtrats auch mehr Ruhe in die Kitas: „Die Abholzeiten der Halbtages- und der Zweidrittelkinder lagen zu nahe beieinander. Das hat während der Mittagszeit immer zu Hektik in den Einrichtungen geführt.“ Zudem vereinheitlicht Rödermark die Betreuungszeiten der Kitas und der Schulkinderbetreuung. „Das macht es für viele Eltern einfacher, die sowohl Kita- als auch Schulkinder haben“, so Rotter.

Wegfallen wird in den Kitas der Extrabeitrag von zehn Euro fürs Frühstück. Es gibt künftig nur noch eine Essensgebühr von 70 Euro für Mittagessen und Frühstück. Das Nachsehen haben die Eltern von Kleinkindern: Entsprechend den neuen Zeitmodellen werden auch die Betreuungszeiten in den U-3-Einrichtungen geändert: der Halbtagsplatz bis 13 Uhr, der Zweidrittelplatz bis 15 Uhr. Die Beiträge steigen anteilig zur längeren Betreuung. (lö)

Quelle: op-online.de

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