Staat soll den Mittelstand stärker fördern

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Rund 350 Menschen, darunter viel Politprominenz aus der näheren Umgebung, genossen am Samstagabend in der Halle Urberach Haspel mit Kraut und Brot, das traditionelle Gericht beim Empfang der Rödermärker CDU.

Urberach - (chz) Nur kurz, aber mit geballter Energie kam Volker Kauder, der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, am Samstagabend zum traditionellen Haspelessen des CDU-Stadtverbandes Rödermark. Die gut 350 Gäste in den Halle Urberach empfingen ihn mit herzlichem Beifall.

Den gab‘s auch für die zahlreichen CDU-Politiker aus dem Umkreis: den scheidenden Bundestagsabgeordneten Klaus Lippold, sein möglicher Nachfolger Peter Wichtel und Oliver Quilling, den Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion. Besonders dankte Patricia Lips dem langjährigen Kreisvorsitzenden Wolfgang Steiger, der im Sommer den Posten des Generalsekretärs des Wirtschaftsrates in Deutschland übernimmt und aus der regionalen Arbeit aussteigt.

Herzlich begrüßte DFB-Präsident Theo Zwanziger (rechts), Gast bei einem 50. Geburtstag im kleinen Saal, den gerade eingetroffenen Redner des CDU-Haspelessens, den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder (2. von rechts). Mit dabei Patricia Lips, Bundestagsabgeordnete und CDU-Vorsitzende in Rödermark, Kreisvorsitzender Wolfgang Steiger (2.v.links) und Rödermarks CDU-Geschäftsführer Hans-Peter Hente.

Der 59-jährige Kauder, der von Lips mit einem Urberacher Bembel, einem Apfel und passender Lektüre schon vorab für seine Rede belohnt wurde, stellte erfreut fest, dass eine Partei mit Veranstaltungen wie dem ihm unbekannten Haspelessen einen sehr hohen Anteil von Frauen erreichen kann.

Der baden-württembergische Politiker, der am Vormittag noch der Trauerfeier für die Amokopfer von Winnenden beigewohnt hatte, plädierte unter diesem Eindruck für ein engeres Zusammenrücken und für die Erkenntnis, dass Mitmenschlichkeit wichtiger als Geld, Gewinn und Ertrag sind im Leben, auch wenn die Menschen wirtschaftlich derzeit vor Aufgaben stehen, die bislang noch keine Generation so bewältigen musste: „Vor einem Jahr haben wir noch nicht geahnt, dass wir heute Gesetze beschließen, die in besonderer Weise ins Eigentum hineingehen und die nötig sind, um Banken und Wirtschaft zu retten.“

Der Staat sei verpflichtet, Grundbedürfnisse wie Wasser, Abwasser oder Bildung zu sichern. Dazu gehört auch ein funktionierender Finanzmarkt. Vehement sprach sich Kauder für die Förderung des Mittelstandes und gegen die Verstaatlichung großer Firmen wie etwa Opel mit seinen 26 000 Mitarbeitern aus: „Keine Sonderrechte für Großfirmen! Wirtschaftspolitik heißt hauptsächlich Mittelstandspolitik!“Gezielte Angriffe gegen den momentanen Fraktionspartner SPD und Fraktionswünsche für die kommende Bundestagswahl machten seine Rede abschließend immer wahlkampfbetonter.

Bei Haspeln, Leberknödeln, diversen Würstchen und Kraut konnten die Gäste in Ruhe noch einmal diese stark beklatschten Theorien diskutieren, ehe abschließend auch Neu-Isenburgs Bürgermeister Oliver Quilling Grußworte sprach. Er war an diesem Tag mit 270 von 273 Stimmen beim Kreisparteitag der CDU in Klein-Welzheim zum CDU-Kandidaten für den Posten des am 27. September neu zu wählenden Landrates nominiert worden.

„Das war für unsere Partei auch eine besondere Herausforderung, alle Delegierten dort dabei zu haben und gleichzeitig hier die Veranstaltung vorzubereiten, aber wir haben's gemeistert“,freute sich Patricia Lips.

Quelle: op-online.de

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