Stadt baut Mini-Kindergarten

Urberach (lö) ‐ Berlin diskutiert, Rödermark handelt: Während Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beim Bildungsgipfel über Geld für Schulen und Universitäten streiten, baut die Stadt für die Schüler von übermorgen.

Neben dem Bolzplatz in der Bruchwiesenstraße soll 2011 eine Tagesstätte für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren entstehen.

Der Magistrat hat dem Neubau einer Einrichtung mit 30 Plätzen bereits zugestimmt, erläuterte Bürgermeister Roland Kern gestern. Das Stadtparlament soll am 29. Juni zunächst die Voraussetzungen schaffen und den Bebauungsplan „Am Bruch“ ändern. Ursprünglich wollte der Magistrat zusätzliche U 3-Gruppen im Taubhaus-Kindergarten unterbringen. Doch das scheitere am Platz.

„Für solche Projekte kriegt man im Moment noch ziemlich viel Geld vom Bund“, begründete Kern, warum die Stadt trotz eines Haushaltslochs von knapp elf Millionen Euro in die Bildung investiert. Rödermarks erster reiner Klein-Kindergarten unter Trägerschaft der Stadt soll etwa 770.000 Euro kosten. 435.000 Euro erwartet der Magistrat als Zuschüsse zurück.

In Rödermark gibt's nach Auskunft der Edith Itta, der Leiterin des Fachbereichs Kinder und Jugend, für jedes fünfte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz: Je ein Dutzend Knirpse wird in den U3-Gruppen der städtischen Kitas Motzenbruch und Lessingstraße betreut, die Sonnenburg der Johanniter Unfallhilfe hat ebenfalls 24 Plätze. In Mini-Kindergärten, die als Verein betrieben werden, haben 60 Kinder Platz. Und nochmals 24 Kinder unter drei werden von ihren Eltern morgens zu einer Tagesmutter gebracht.

Bis 2013 sollen 35 Prozent aller Hessen unter drei Jahren einen Betreuungsplatz haben. Laut Statistischem Bundesamt fehlen aber allein in Hessen 27.000 Plätze.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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