Kritische Geister ihrer Zeit

Urberach (lö) - Morgen, am 17. Oktober, jähren sich der 50. Todestag des Urberacher Heimatdichters Nikolaus Schwarzkopf und der 199. Geburtstag des Schriftstellers und Sozialrevolutionärs Georg Büchner. Was verbindet die beiden Männer?

Schwarzkopf wurde 1930 mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Rödermark würdigt beide Autoren morgen mit einer Veranstaltung im „SchillerHaus“ - hessenweit die einzige an Büchners Geburtstag. Sie beginnt um 19.30 Uhr und ist ein Gemeinschaftswerk der Stadtbücherei, des Vereins „Lesezeichen - Freundeskreis der Stadtbücherei“, des Heimat- und Geschichtsvereins Rödermark, der Nell-Breuning-Schule und der RAP-AG des „SchillerHauses“. Der Eintritt ist frei.

Winno Sahm, ein ausgewiesener Kenner der Werke von Büchner und Schiller, erläutert in seinem Eingangsreferat die geschichtlichen Hintergründe. Mit Spannung wird der Songtext der RAP-AG erwartet. Eingebunden in die Veranstaltung sind außerdem Jugendliche aus der Nell-Breuning-Schule, die ihre Unterrichtsergebnisse auf Plakaten festgehalten haben und eine Powerpoint-Präsentation vorführen.

Des Heimatdichters, Büchner-Preisträgers und Ehrenbürgers Nikolaus Schwarzkopf gedenkt die Stadt morgen um 16 Uhr auf dem Friedhof Urberach. Zugleich wird das Grab des zweiten Ehrenbürgers der Stadt Rödermark, Georg-Aloys Rink, aufgesucht, um an sein politisches Wirken zu erinnern. Georg-Aloys Rink war seit 1900 landes- und kommunalpolitisch für die SPD aktiv. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor er sein Landtagsmandat, wurde nach 1933 dreimal verhaftet und überlebte mehrere Konzentrationslager. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sein politisches Engagement bis 1955 fort. 1971 ernannte die Gemeinde Urberach den Sozialdemokraten zum Ehrenbürger.

Quelle: op-online.de

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