51 neue Plätze

Stadt mietet auf ehemaligem Hitzel & Beck-Gelände erste Kita

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Im Haus 1 (links) des Großprojektes auf dem einstigen Hitzel & Beck-Gelände mietet die Stadt im Erdgeschoss rund 460 Quadratmeter für eine Kita an. Mit diesem unkonventionellen Modell will sie den Mangel an Betreuungsplätzen in Ober-Roden mildern.  

Ober-Roden - Der Vertrag für Rödermarks ersten gemieteten Kindergarten ist unter Dach und Fach. Westlich des Bahnhofs Ober-Roden entstehen im „Wohnquartett S1“ 51 Plätze.

Markus Aumann (links) und Tim Früchtenicht von der „Projektgesellschaft Atrium“ schauten ganz genau hin, als Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter den Mietvertrag für den Kindergarten unterschrieben. Schließlich besiegelten Stadt und Investor eine auf mindestens 20 Jahre angelegte Partnerschaft.  

Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter sowie Tim Früchtenicht und Markus Aumann von der „Projektgesellschaft Atrium“ unterschrieben gestern das Papier.
Die Stadt geht ungewöhnliche Wege, um den Mangel an Betreuungsplätzen vor allem in Ober-Roden zu lindern. Sie mietet im „Wohnquartett S1“ rund 460 Quadratmeter von der „Projektgesellschaft Atrium am Ober-Röder Bahnhof“ und richtet in dem neuen Wohngebiet eine Kita mit 40 Ganz- und 11 Halbtagsplätzen ein. Diese Flächen im Haus 1 waren ursprünglich für Geschäfte und Büros vorgesehen. Wenn Ende 2018 die ersten Mieter und Käufer einziehen, soll auch die Kita fertig sein. Nach den Weihnachtsferien 2018/2019 soll sie ihren Betrieb aufnehmen. Das Stadtparlament hatte Ende Juni dem Projekt zugestimmt.

Der städtische Fachbereich Kinder und Jugend muss nun die organisatorischen Vorbereitungen treffen: Betriebserlaubnis und pädagogische Konzeption müssen auf den Weg gebracht werden, Möbel, Spielzeug und Büroausstattung müssen bestellt werden. Größtes Problem, so Sozialdezernent Jörg Rotter, ist die Suche nach Personal: „Der Fachkräftemangel stellt derzeit alle Kommunen vor große Herausforderungen.“

Gemeinsam mit Bürgermeister Roland Kern setzte der Erste Stadtrat gestern seine Unterschrift unter den Mietvertrag mit der Projektgesellschaft, die auf dem sanierten Hitzel & Beck-Gelände vier Häuser mit 69 Wohnungen baut. Kern nannte die auf zunächst 20 Jahre angelegte Zusammenarbeit einen „beispielhaften Glücksfall“, Rotter ist „froh über jeden Platz, den wir ohne eigene Investition schaffen können“. Zudem spare die Stadt Geld, weil sie sich nicht um die Unterhaltung des Gebäudes kümmern muss.

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Nach Rotters Rechnungen ist Mieten daher billiger als Selberbauen. Die Stadt zahlt eine Quadratmeter-Kaltmiete von zwölf Euro. Das summiert sich inklusive der Nebenkosten auf 70.240 Euro per anno. (lö)

Quelle: op-online.de

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