Stadt will am großen Rad drehen

Förderprogramme bringen Millionen

+
Das „Jäger-Haus“ ist eines von vielen Gebäuden, das Tanja Kloft, die den „Stadtumbau in Hessen“ in Ober-Roden und das Projekt „Zukunft Stadtgrün“ in Urberach managt, im Auge behalten muss. Sie koordiniert das Ganze aus der Bauverwaltung im Rathaus Ober-Roden.

Rödermark - Elf Millionen Euro darf die Stadt in die Vitalisierung von Alt-Ober-Roden und die Aufwertung von Grünflächen im Urberacher Norden investieren. Rund 63 Prozent der auf zehn Jahre angelegten Förderprogramme trägt das Land.

Die entscheidende Phase der Bürgerbeteiligung beginnt am 9. Juni in der Kulturhalle. „Stadtumbau in Hessen“ und „Zukunft Stadtgrün“ heißen zwei Förderprogramme, die in Ober-Roden zehn und in Urberach eine Million Euro an öffentlichen und privaten Investitionen in Gang bringen können. Bürgermeister Roland Kern sprach gestern euphorisch vom „größten Rad, das wir je gedreht haben“. Damit die Sache ins Rollen kommt, braucht Rödermark ein „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK). Das soll in den kommenden Monaten erarbeitet werden und stärken und Schwächen beider Fördergebiete herausfinden. Die Stadt hat dafür das Darmstädter Architektenbüro Rittmannsberger engagiert.

Magistrat, Verwaltung und Bürger müssen aber nicht nur planerische Vorarbeit leisten. Das Land fördert die Investitionen zu rund 63 Prozent, den Rest trägt die Stadt. Sie muss aber auch den Förderanteil vorfinanzieren und kriegt dieses Geld über fünf Jahre zurück. „Das bedeutet für uns eine enorme Liquiditätsherausforderung“, sagte Thomas Kron, Leiter der Bauverwaltung, gestern bei der Magistratspressekonferenz.

Beide Förderprogramme sind auf zehn Jahre angelegt. Die zehn Millionen Euro für den Stadtumbau im erweiterten Zentrum von Ober-Roden könnten zum Beispiel für den Bau seit langem diskutierten Fußgänger- und Radler-Schlupf unter der S-Bahn zwischen Babenhäuser und Gartenstraße benutzt werden. Geld kann auch in die Umgestaltung des Platzes zwischen der Kulturhalle, der alten Feuerwache und dem sogenannten „Seitz-Haus“ in der Dieburger Straße fließen. Dort will die Stadt noch dieses Jahr ein weiteres Privatgrundstück von „strategisch großer Bedeutung“ kaufen. Aber auch das derzeit als Archäologie-Werkstatt genutzte „Jäger-Haus“, kleine Plätze und die Rodau sind potenzielle Stadtumbau-Kandidaten. Bleibt noch Geld übrig, will Kern Anreize für die energetische Sanierung von Privathäusern schaffen.

Kennen Sie die Wappen aus der Region?

Das Projekt „Zukunft Stadtgrün“ in Urberach ist eine Million Euro schwer. Als Erstes will Bürgermeister Kern die Wege im Park am Entenweiher so befestigen, dass sie nicht bei jedem Regen zur Sumpflandschaft werden. Öffentliches Grün soll aufgewertet werden, dass es den Städten hilft, die Folgen des Klimawandels abzufedern. Das ist auch ein Ziel des Ober-Röder Stadtumbaus. (lö)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare