Bürger können ab heute sagen, wie Freiflächen schöner werden

Rödermark: Stadt sucht Ideen für Plätze

Zweckmäßig: ja. Schön: naja. Ab heute sammelt die Stadt Vorschläge, um Plätze wie den vor der Kulturhalle aufzuwerten.
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Rödermark: Zweckmäßig: ja. Schön: naja. Ab heute sammelt die Stadt Vorschläge, um Plätze wie den vor der Kulturhalle aufzuwerten.

Heute geht die Bürgerbeteiligung zur Stadtentwicklung in die nächste Runde. Bis 20. Juni sollen die Rödermärker sagen, wie die Plätze vor öffentlichen Gebäuden in Ober-Roden attraktiver werden können.

Rödermark - Wie kann der Marktplatz genutzt und gestaltet werden? Was soll rund um die Kirche St. Nazarius stattfinden? Welche Möglichkeiten gibt es für den Vorplatz der Kulturhalle? Was ist auf dem Rathausplatz wichtig? Diese Fragen stehen im Fokus des „Nutzungskonzepts Plätze im Ortskern Ober-Roden“, einem Projekt des Stadtumbaus. Die Bürgerinnen und Bürger können ihre Ideen innerhalb der nächsten drei Wochen online einbringen: https://staedtebaufoerderung-roedermark.de/umfrage oder über den QR-Code auf den Plakaten, die auf allen in Frage kommenden Plätzen aufgestellt werden.

„Wir möchten wissen, wie die Plätze im Ortskern wahrgenommen werden und die Meinung aller Interessierten zur Zukunft der öffentlichen Freiräume einholen“, hofft Bürgermeister Jörg Rotter, dass viele Rödermärkerinnen und Rödermärker mitmachen.

Im Zentrum Ober-Roden gibt es zahlreiche Plätze, die mehr oder minder intensiv genutzt werden: Rathausplatz, Kirchplatz St. Nazarius, Marktplatz, Kulturhallenvorplatz, Platz an der Trinkbornschule, die Grünfläche an der Rodau und am Apfelbaum sowie den Parkplatz Glockengasse. Sandra Herrmann vom Büro Rittmannsperger, das die Stadt beim Projekt „Stadtumbau“ unterstützt, erläutert: „Mit dem Konzept, das unter Beteiligung der Bürgerschaft auf den Weg gebracht wird, wollen wir die zukünftigen Nutzungsschwerpunkte der Plätze im Ortskern Ober-Rodens herausarbeiten. Bevor gestalterische und bauliche Maßnahmen ergriffen werden, gilt es zu überlegen, wie ein Freiraum verändert werden soll und was dort in Zukunft stattfinden soll.“ Aufbauend auf den Ergebnissen wollen Stadt und Planer dann überlegen, wie eine bestimmte Fläche gestaltet und möbliert werden soll. Angeknüpft wird hier auch an die Umfrage, die 2015 von der Interessengemeinschaft IGOR angestellt wurde.

Ursprünglich sollten die Ideen in einer Veranstaltung zu diskutiert werden. Das lässt Corona immer noch nicht zu. Herzstück der Online-Befragung ist eine interaktive Karte. Die Plätze können einzeln per Klick ausgewählt, bewertet und kommentiert werden. Unter der Überschrift „Heute“ kann man seine Bewertung zum Ist-Zustand abgeben. Im Abschnitt „Morgen“ können dann die favorisierten Nutzungen und Funktionen ausgewählt werden. Auch Kommentare können hinterlassen werden.

2017 wurde Rödermark in die Städtebauförderprogramme, ehemals „Stadtumbau in Hessen“ (Gesamtmaßnahme „Ortskern Ober-Roden“) sowie „Zukunft Stadtgrün“(Gesamtmaßnahme „Urberach-Nord“), aufgenommen. Bundesweit erfolgte Anfang 2020 eine Umstrukturierung der Programme. Beide wurden unter dem Titel „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ vereint. Als erste Aufgabe wurde ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) unter Beteiligung der Öffentlichkeit als „Drehbuch“ für die kommenden zehn Jahre erarbeitet. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Maßnahmen sowie das gesamte „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ findet man im Internet unter www.staedtebaufoerderung-roedermark.de.  (Michael Löw)

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