Stadtbus hat im August Premiere

Rödermark (lö) - Am 6. August rollt erstmals ein Stadtbus durch Rödermark. Er ersetzt die bisherigen Schulbusse und ist in Fahrplan-Takt und Tarifgefüge des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) integriert. Der Probebetrieb ist bis Ende 2014 befristet.

Rund 70.000 Euro schießt die Stadt pro Jahr zu den neuen Linien OF-45 und OF-46 zu.

Der Stadtbus ist bei genauem Hinsehen ein Stadtteilbus. Denn die Linie OF-45 erschließt Urberach und Messenhausen, die Linie OF-46 Ober-Roden und Messenhausen. Wer aber vom Taubhaus zum Ärztezentrum im Breidert will, ist weiterhin mit dem 95er Bus gut bedient. Diese Linie ist auch der Grund, warum Waldacker nicht an den Stadtbus angeschlossen wird.

Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Stephan Brockmann stellte gestern zusammen mit Bürgermeister Roland Kern und dem Ersten Stadtrat Alexander Sturm Einzelheiten der Rödermark- Verbindungen vor. Der Stadtbus war nötig geworden, weil das Land den klassischen Schulbus nicht mehr fördert. Der Magistrat stand vor zwei Möglichkeiten: entweder beim RMV zusätzliche Busse und Fahrzeiten kaufen oder eigene Linien eröffnen. Sturm: „Die jetzt gefundene Lösung ist mit Abstand die wirtschaftlichste. Wir können damit den Schülerverkehr aufrecht erhalten und erzielen eine Verbesserung für alle Bürger.“ Die Extra-Bestellung beim RMV hätte jährlich 170.000 Euro gekostet.

Fahrzeiten und Haltestellen bleiben wie bisher

Die Stadtbusse fahren montags bis freitags zwischen 5.34 und 19.44 Uhr. 15 mal steuern sie alle Haltestellen an, acht Verbindungen sind auf die Schülerbeförderung abgestimmt. Fahrzeiten und Haltestellen bleiben wie bisher. Doch auch dann dürfen Erwachsene einsteigen - sofern ihr Nervenkostüm den Besonderheiten eines Schulbusses gewachsen ist.

Schüler müssen ab August ganz normale Einzel-, Wochen- oder Monatskarten des RMV kaufen. Mit den Wochen- und Monatskarten sowie der ein Jahr gültigen „Clever Card“ können sie auch abends, am Wochenende und in den Ferien Bus und Bahn innerhalb ihres Tarifsbezirks nutzen.

Bürgermeister Roland Kern betonte, dass die Stadt ihren Bus während des Probebetriebs „in alle Richtungen“ überprüft. Fahrgastzählungen sollen zeigen, ob die neuen Linien und ihre Betriebszeiten bei der Kundschaft ankommen.

Die Firma Hain, die die beiden Linien bedient, setzt laut Brockmann 18 Meter lange Standard-Linienbusse ein. Der Wechsel auf so genannte Midibusse (16 Meter) koste das Rödermärker Unternehmen nur Geld - nämlich rund 200.000 Euro pro Fahrzeug- , bringe aber „nicht viele Vorteile“.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Fabio Sommaruga/ pixelio.de

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