Ausgedünntes Stadtbus-Netz

„Bahnhof direkt“-Taxi vor Neustart

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Rödermark - Der Stadtbus-Netz wird nach den Sommerferien kräftig ausgedünnt. Als Ersatz fahren subventionierte Taxis aus entlegenen Stadtteilen zu den Bahnhöfen von Ober-Roden und Urberach.

Erster Stadtrat Jörg Rotter, für alle Fragen rund um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig, kündigte an, dass die Stadt den Service „Bahnhof direkt“ ab dem 1. Juli wieder ausweitet. Rotter will den „Bienengarten“, die Bulau und Messenhausen besser ans ÖPNV-Netz anschließen. „Bahnhof direkt“ bringt Pendler aus dem „Bienengarten“ und von der Bulau von der Haustür zum Bahnhof Urberach und wieder zurück. Passagiere aus Messenhausen haben die Wahl zwischen den Bahnhöfen Ober-Roden und Urberach

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Das „Bahnhof direkt“-Taxi fährt täglich, auch sonn- und feiertags, von 5.30 bis 1 Uhr - ohne festen Fahrplan. Wer den Service in Anspruch nehmen will, muss seine Fahrt mindestens 30 Minuten vorher unter 06074/33333 anmelden. Die Stadt arbeitet mit dem Taxidienst Pinto zusammen. Der Preis beträgt vier Euro pro Person. Er reduziert sich auf zwei Euro für Kinder unter sechs Jahren oder Personen mit einem für Rödermark geltenden RMV-Fahrschein. „Mit diesem Service möchten wir sicherstellen, dass es für alle Stadtteile eine Anbindung an den nächsten Bahnhof gibt“, sagt Stadtrat Rotter. Willkommener Nebeneffekt: Wer sein Ziel gut mit dem Zug erreicht, kann das Auto stehen lassen.

Natürlich rollt auch das Bahnhofstaxis nur mit Subventionen. Rotter erwartet jährlichen Ausgaben von rund 10.000 und Einnahmen von rund 3 000 Euro. „Wenn man sieht, welche Ausgaben und Zuschüsse die Stadt bei anderen ÖPNV-Angeboten zahlt, ist das gut angelegtes Geld“, kommentiert er den Zuschuss von etwa 7000 Euro pro Jahr. Noch ein weiteres Argument spricht nach Ansicht Rotters für „Bahnhof direkt“. Der Stadt entstehen nur dann Kosten, wenn die Rödermärker das Taxi auch tatsächlich bestellen. Das sei ein erheblicher Vorteil gegenüber den bisherigen fest bestellten Fahrten von teuren und überdimensionierten Linienbussen.

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Quelle: op-online.de

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